Blues Brothers - Extended Version Deluxe Edition

Bluesbrüder in neuem Gewand

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Jake (John Belushi, rechts) und Elwood (Dan Aykroyd) lassen die Herzen von Film- und Musikliebhabern seit einem Vierteljahrhundert höher schlagen.

Starkes Heimkino-Comeback der „Blues Brothers“: Die „Extended Version Deluxe Edition“ punktet mit neuer Synchro, 3D-Sound, aufgehübschten Bildern und vielem mehr.

Genialer Slapstick. Grandiose Musik. Dan Aykroyd und der einmalige John Belushi in absoluter Bestform. Die Gaststars, natürlich. Dazu noch die Sonnenbrillen und überhaupt diese unwahrscheinliche, jeden Rahmen sprengende Coolness. „Blues Brothers“ (1980) war und ist ein Festival der Unterhaltung, noch heute lässt die turbulente Rhythm-and-Blues-Revue die Herzen von Film- und Musikliebhabern höher schlagen. Einem Titel wie diesem verpasst man dann auch nicht einfach nur ein schnödes neues Cover, wenn er wiederveröffentlicht wird: Turbine und Universal haben in die „Blues Brothers Extended Version Deluxe Edition“ eine Menge investiert, und das auf mehreren Ebenen.

Bevor die liebenswerten Gauner-Brüder Jake (Belushi) und Elwood (Aykroyd) sich aufmachen, „die Band“ wieder zusammenführen, um Geld für den Erhalt eines Waisenhauses zu verdienen, wird der Zuschauer vom Vater der „Blues Brothers“ begrüßt: Regisseur John Landis sagt in einem neuen, speziell für den deutschen Markt angefertigten und überdies sehr charmanten Vorwort „Hallo“ und weist auf jene Vorzüge der üppigen Blu-ray-Box hin, die Fans besonders erfreuen werden: Mithilfe der Originalsprecher von damals wurden 15 zusätzliche Filmminuten nachsynchronisiert, die man auf früheren DVDs und Blu-rays lediglich als Bonus in englischer Sprache fand.

Überdies unterzog man die Langfassung des Films, die hier also erstmals komplett in Deutsch vorliegt, einer punktuellen Farbkorrektur. Das aus technischer Sicht Spannendste an der aufgefrischten Fassung des Films ist jedoch der Sound: Dank einer Übertragung in das innovative 3D-Tonformat Dolby Atmos, das bisher nur bei ein paar Dutzend Filmen zum Einsatz kam, geht es bei den Bluesbrüdern Jake und Elwood jetzt auch klanglich drunter und drüber.

Auf plumpe Effekthascherei wird dabei glücklicherweise verzichtet: Statt die Hits von Ray Charles, Aretha Franklin, James Brown und den vielen anderen R'n'B-Stars wild auf sämtliche Lautsprecher zu verteilen, bemühte man sich spürbar um ein möglichst ergreifendes, räumliches, gleichzeitig aber auch stimmiges Klangerlebnis. Abgerundet wird die limitierte „Deluxe Edition“ schließlich durch diverse Gimmicks und drei Bonus-Discs, auf denen sich unter anderem der Nachfolgefilm „Blues Brothers 2000“ (1998) sowie erstmals die einstündige Doku „Best of the Blues Brothers“ findet.

tsch

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