"Babylon Berlin" wird teuerste deutsche Serie

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Das Großprojekt "Babylon Berlin" soll mit einem Budget von 40 Millionen Euro verwirklicht werden. Drehstart ist bereits im April. In Berlin wurden nun in prominenter Runde weitere Details vorgestellt (von links): Stefan Arndt, Carsten Schmidt, Volker Herres, Volker Bruch, Liv Lisa Fries, Achim von Borries, Christine Strobl, Tom Tykwer, Hendrik Handloegten, Jan Mojto.

Die erste Serien-Kooperation zwischen ARD und Sky nimmt Gestalt an.

Ursprünglich sollte im Sommer 2015 die erste Klappe für das Großprojekt "Babylon Berlin" fallen, doch die Planungen zogen sich in die Länge. Aber im April werden die Dreharbeiten nun endlich starten, wie am Mittwoch in Berlin vor Journalisten bekannt gegeben wurde. Das ambitionierte Ziel von ARD und Sky ist es, eine deutsche Fernsehserie auf Weltklasseniveau an den internationalen Markt zu bringen. Dafür braucht es vor allem ein großes Budget: Knapp 40 Millionen Euro lassen sich die Macher die Serie kosten. Dafür werden gleich zwei Staffeln à acht Folgen am Stück produziert. Zu sehen ist "Babylon Berlin" 2017 zuerst bei Sky, 2018 wird das Mammutprojekt dann auch im Free-TV im Ersten ausgestrahlt. Die Hauptrollen spielen Volker Bruch ("Unsere Mütter, unsere Väter") und Liv Lisa Fries ("Sie hat es verdient"). Geplant sind 200 Drehtage in Berlin, Potsdam und Nordrhein-Westfalen. "Babylon Berlin" basiert auf der Bestseller-Reihe von Volker Kutscher um Kommissar Gereon Rath, der im Berlin der 1920er-Jahre ermittelt. Berlin gilt Anfang des 20. Jahrhunderts als Weltmetropole. Das Leben in der Stadt pendelt hin und her zwischen Drogen und Politik, Mord und Kunst, Emanzipation und Extremismus. Erfolgsregisseur Tom Tykwer ("Das Parfüm") sitzt gemeinsam mit Hendrik Handloegten und Achim von Borries seit Jahren an den Drehbüchern. Alle drei werden auch Regie führen. "Nach drei Jahren intensiver Drehbucharbeit mit Achim und Hendrik kann ich es jetzt kaum erwarten, dass es endlich losgeht", ließ sich Tykwer am Mittwoch zitieren. Carsten Schmidt, Vorsitzender der Geschäftsführung Sky Deutschland, sprach von einem "herausragenden Projekt", das perfekt zu Sky passe: "mutig erzählt, ein großartiger Cast und ein Team um Tom Tykwer voller Kreativität." Mit "Babylon Berlin" füge Sky "unseren internationalen, exklusiven Vereinbarungen mit großen Partnern wie HBO und Showtime das Segment der deutschen Eigenproduktion hinzu - ein Weg, den wir in Zukunft noch stärker beschreiten werden", betonte Schmidt.

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