Zu Besuch am Set des neuen „München Mord“-Drehs

Arbeiten am alten Spielplatz

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Neue Fälle: Ab 3. September ermitteln Angelika Flierl (Bernadette Heerwagen), Ludwig Schaller (Alexander Held, Mitte) und Harald Neuhauser (Marcus Mittermeier) wieder.

Die TV-Kommissare Ludwig Schaller (Alexander Held), Harald Neuhauser (Marcus Mittermeier) und Angelika Flierl (Bernadette Heerwagen) ermitteln wieder für „München Mord“. Dreharbeiten für zwei weitere Folgen laufen bereits.

„Es menschelt, und es münchelt“, so beschreibt Produzent Sven Burgemeister das Erfolgsrezept von „München Mord“, in dem das schräge Ermittlertrio Ludwig Schaller (Alexander Held), Harald Neuhauser (Marcus Mittermeier) und Angelika Flierl (Bernadette Heerwagen) ungewöhnliche Fälle aufklärt. Nun laufen die Dreharbeiten für zwei weitere Folgen der seit 2014 ausgestrahlten ZDF-Krimireihe, die in der Bayerischen Landeshauptstadt spielt. Ein kleiner Kiosk an der Isar sorgte dabei schon vorab für Aufsehen. Genau dort ließen sich Schauspieler und Verantwortliche am Donnerstag bei der Arbeit über die Schultern schauen.

Viele Münchner hatten in den vergangenen Tagen gerätselt, was es mit dem „neuen“ Isar-Kiosk an der Wittelsbacherbrücke auf sich hat. Isar-Fans freuten sich schon auf eine zusätzliche Bude, doch nun ist klar: Der Kiosk ist Filmkulisse für eine von zwei neuen Folgen der Krimi-Reihe „München Mord“, die nächstes Jahr auf Sendung gehen werden. Darin wird der Kiosk, über den auch viele lokale Tageszeitungen in den vergangenen Tagen wild spekuliert hatten, eine zentrale Rolle spielen.

„So viel Medienrummel hätten wir nicht erwartet“, gibt Produzent Sven Burgemeister (TV 60 Film) zu. „Dass sich einige sogar so über unseren Drehort freuen und auch die Presse neugierig geworden ist, ist toll.“ Auch Hauptdarsteller Alexander Held, der in „München Mord“ den eigentümlichen Kommissar Ludwig Schaller verkörpert, findet: „Zu recht. Der Kiosk ist authentisch geworden. Es gab schon sehr viele Leute, die bei uns einkaufen wollten, wenn die Kamera gerade mal nicht lief.“

Eigentlich sollte die Folge an einem Original-Kiosk gedreht werden - das war aber nicht mit dem täglichen Betrieb vereinbar. Ein eigenes Standerl musste also her; innerhalb von einer Woche wurde in einer Werkstatt aus altem Holz ein Kiosk zusammengeschraubt, zwei Tage hat es gedauert, bis er an der Wittelsbacherbrücke stand, und nun wird das Häuschen auch schon wieder abgebaut. „Die Stadt München war zum Glück sehr kooperativ“, meint Sven Burgemeister.

Für Held hat die Folge mit dem Isar-Kiosk noch dazu einen sehr persönlichen Bezug: Als „Münchner Kindl“ wuchs er ganz in der Nähe vom Drehort auf. „Das Isarufer war, wenn man so will, mein zu groß geratener Spielplatz. Damals hätte ich natürlich nie gedacht, dass mich mein Weg in diesem Zusammenhang wieder hierher führt.“

Seit 2014 ermitteln im „München Mord“ die Kommissare Schaller, Neuhauser und Flierl zusammen. Als schräges Ermittlertrio schnappen sie sich die Fälle, die sonst keiner haben will. Neuhauser ist Haudrauf und Frauenheld, Flierl die Nichte des Polizeipräsidenten, die deshalb anfangs unterschätzt wird, sich aber als hartnäckige Kommissarin herausstellt. Schaller ist Ermittler durch und durch, was ihm in der Vergangenheit bereits zum Verhängnis wurde. Dabei schwingt stets der Charakter eines überzeugten Münchners mit, der sich mit Veränderungen in „seiner“ Stadt allerdings schwertut. Ein ungleiches Team also, doch „nichtsdestotrotz sind wir ein ganz wunderbares Trio, wir haben ein hervorragendes Miteinander“, wie Alexander Held alias Kommissar Schaller findet.

In der sechsten Folge, die den Arbeitstitel „Auf der Straße, nachts, allein“ trägt und im kommenden Jahr im ZDF ausgestrahlt wird, wird unweit des Isar-Kiosks eine Leiche aus dem Fluss geborgen. Schnell führt die Spur zur nahegelegenen Bude, die zum Dreh- und Angelpunkt der Ermittlungen wird.

Bis 2017 muss man übrigens nicht auf neue Folgen von „München Mord“ warten: Bereits am Samstag, 3. September (20.15 Uhr, ZDF), ist das Ermittlertrio Schaller, Flier und Neuhauser mit einem neuen Fall zu sehen. In „Wo bist Du, Feigling?“ wird Kommissarin Angelika Flierl Zeugin eines Mordes, der zunächst wie eine Zufallstat ohne Motiv scheint.

tsch

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