Point Break

Alles ist extrem

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Fatale Anziehung: Eigentlich soll Johnny Utah (Luke Bracey, rechts) den Gangster Bodhi (Édgar Ramírez) dingfest machen, doch das Leben als Exremsport-Outlaw gefällt ihm.

Im Remake von „Gefährliche Brandung“ geht es extrem zur Sache - in jeder Hinsicht.

„Point Break“ (2015) lässt einen sprachlos zurück. Das Remake von Oscar-Preisträgerin Kathryn Bigelows „Gefährliche Brandung“, in dem vor 25 Jahren Keanu Reeves als Undercover-Agent in der Surferszene gegen Patrick Swayze ermittelte, feiert die Extreme. Da sind zum einen extrem coole Bilder von Extremsportlern in Aktion. Da ist zum anderen aber ein Drehbuch, das die Protagonisten ansonsten zu extremem Nichtstun verurteilt und sich dem Zeitgeist anbiedert. Nach mäßigem Kinoerfolg erscheint der Film nun auf DVD, Blu-ray Disc, Blu-ray 3D und als Video-on-Demand.

Von „Gefährliche Brandung“ hat „Point Break“ das Grundgerüst übernommen: Ein junger Cop namens Utah (Luke Bracey) wird in eine Gangstertruppe eingeschleust. Vor 25 Jahren waren das Surfer, und sie raubten Banken aus. Heute muss es für die Generation Energydrinks etwas extremer sein. Also ist Gangsterchef Bodhi (Édgar Ramírez) ein Allround-Extremsportler.

Es trifft sich ganz gut, dass FBI-Frischling Utah selbst eine Extremsportvergangenheit hat. Das hilft ihm, Zugang zum charismatischen Bodhi zu bekommen, denn der und seine Kollegen sind Gangster mit Mission - eine Art Robin-Hood-Gang mit Adrenalinabhängigkeit. Ihre Verbrechen zielen auf die Zerstörung des globalen Finanzsystems, ihre Mission ist der Einklang von Mensch und Umwelt. Sie sind Öko-Krieger, die der Natur zurückgeben, was sie ihr nehmen. Utah findet schnell heraus, dass Bodhi und seine Mannen die „Ozaki Acht“ absolvieren wollen - eine Reihe von Prüfungen, mit denen sie das innere Gleichgewicht und damit Erleuchtung finden wollen.

Dass mit Ericson Core ein gelernter Kameramann die Regie übernahm, sieht man „Point Break“ an. Core war unter anderem für die Bildgestaltung von „The Fast And The Furious“ verantwortlich, auch „Point Break“ kommt als rasanter Actionstreifen daher. Die Optik erinnert an die spektakulären Filme, mit denen ein österreichischer Brausehersteller cleveres Actionmarketing betreibt. Der Schein ist schön, beim Sein aber wurde gespart. Phrasen wie „Die Natur findet immer einen Weg, dich klein aussehen zu lassen“ holen den Film von seinen visuellen Höhenflügen immer wieder auf den Boden der Tatsachen.

tsch

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