Die wilden Kerle - Die Legende lebt

Alles auf Anfang

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Trotz aller Höhen und Tiefen, „Alles ist gut solange du wild bist“. Von links: Matze (Mikke Rasch), Finn (Bennet Meyer), Müller (Stella Pepper), Anführer Leo (Michael Sommerer), sein kleiner Bruder Elias (Aaron Kissiov), Oskar (Ron Antony Renzenbrink) und Joshua (Vico Mücke).

Im sechsten Teil der Reihe will eine neue Generation „Wilder Kerle“ den legendären Bolzplatz ihrer Vorgänger zurückerobern.

Der Wilde-Kerle-Schlachtruf „Alles ist gut, solange du wild bist“ erschallt bereits seit über zwölf Jahren in der Filmwelt. Die Fans von damals sind ebenso wie die ersten „Kerle“ erwachsen geworden, und so erscheint jetzt mit dem sechsten Teil „Die Legende lebt!“ (2015) eine Neuauflage inklusive Verjüngungskur auf DVD, Blu-ray Disc und als Video-on-Demand. Rund 3.000 Kinder kamen zum Casting, um Teil der neuen Truppe zu werden. Eine neue Generation verdient nach Meinung der Filmemacher eben auch ihre eigenen „Wilden Kerle“. Fußball steht wieder mehr im Zentrum, und überhaupt ist die Ähnlichkeit zu Teil eins auffällig. Das sollte die nachwachsenden Fans des runden Leders eigentlich nicht sonderlich stören. Mit rund einer halben Million Kinobesuchern blieb der Erfolg aber hinter den Erwartungen und den Vorgängern zurück.

Anführer Leo (Michael Sommerer), sein kleiner Bruder Elias (Aaron Kissiov), Oskar (Ron Antony Renzenbrink), Joshua (Vico Mücke), Finn (Bennet Meyer) und Matze (Mikke Rasch) sind wahnsinnige „Wilde-Kerle“-Fans. Als ein gruseliger Unbekannter mit schwarzer Augenklappe den Jungs eine Landkarte übergibt, machen sie sich begeistert auf Erkundungstour und finden das legendäre Wilde-Kerle-Land. Doch es gibt ein Problem. Ihre Vorgänger haben mit ihrem Erzfeind, dem Dicken Michi (neu im sechsten Teil: Daniel Zillmann), einen Pakt geschlossen: Wenn es in zehn Jahren keine neue Mannschaft gibt, die sein Team besiegen kann, geht das Wilde-Kerle-Land an ihn - eine der vielen Parallelen zum ersten Teil.

Die neuen Kerle stehen vor einer großen Herausforderung, denn sie stellen richtigerweise fest: „Die sind viel größer und stärker als wir.“ Nicht nur das: Die Galaktischen Sieger wirken, als kämen sie frisch aus dem Ghetto und versuchen mit ihrer Gangster-Attitüde inklusive dicker Rhymes und fetter Beats, den Kindern Angst einzuflößen.

Regie führte der Autor der „Wilden Fußballkerle“, Joachim Masannek, der bislang alle Teile der Reihe inszenierte. Ein großer Pluspunkt des Films ist die fantasievolle Umsetzung. Die Kerle schwingen sich auf aufgemotzte Fahrräder, fluchen mit fantasievollen Schimpfwörtern und benutzen ein selbstgebautes Kommunikationssystem, welches der Traum schlafloser Nächte so mancher Hobbybastler sein wird. Nun kann eine neue Generation davon träumen, sich in das Wilde-Kerle-Land aufzumachen und einfach nur Fußball zu spielen.

tsch

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