Kunterbuntes Fantasyspektakel

Hinter den Spiegeln: Alice im Wunderland

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„Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln“ ist ein kunterbuntes Fantasyspektakel, dem Extravaganz und Fantasie fehlen.

Zurück bei Hutmacher, Grinsekatze und roter Königin: „Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln“ setzt Tim Burtons spektakulär bebilderten Märchenhit fort.

Ein Leben ohne Wunder - für Alice (Mia Wasikowska) wäre das ein sicheres Todesurteil. Sechs Jahre nach ihrem letzten Ausflug, damals unter der Regie von Tim Burton, kehrt die in der realen viktorianischen Welt zur Kapitänin aufgestiegene junge Frau also zurück ins Wunderland: Ihr bester Freund, der verrückte Hutmacher (Johnny Depp), braucht dringend Hilfe. Burton selbst wirkte an dem Sequel nur noch als Produzent mit. Die Regie übernahm diesmal James Bobin („Die Muppets“), der „Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln“ (2016) auf familienkompatibles Unterhaltungsniveau im Disney-Stil trimmte. Nach solidem Leinwanderfolg kommt das Fantasy-Spektakel nun im Heimkino an.

Wie „Alice im Wunderland“ ist auch die Fortsetzung ein opulenter Mix aus Real- und Animationsfilm. Mehr noch als dem Vorgänger fehlt ihr allerdings die gewisse Portion Wahnsinn, die in den berühmten Büchern von Lewis Carroll steckt. Tim Burton war mit der Vorlage ziemlich verschwenderisch umgegangen. Für „Hinter den Spiegeln“ blieb nicht allzu viel übrig.

Als Kapitänin im viktorianischen England des Jahres 1875, wo Emanzipation als eine Krankheit gilt, hat Alice einen schweren Stand. So bleibt ihr nur die Flucht durch den Spiegel. Allerdings ist das Wunderland auch kein Paradies: Alices alter Freund, der verrückte Hutmacher, leidet unter Depressionen. Er glaubt als Einziger fest daran, dass seine Familie gar nicht so tot ist, wie alle behaupten. Um den Hutmacher zu retten, muss Alice durch die Zeit reisen. Das Problem: Die Zeit (Sacha Baron Cohen) hält davon nicht viel.

Trotzdem nimmt Alice in einer ziemlich hektischen und hanebüchenen Rahmenhandlung die Rettungsmission an und eilt fortan über den Ozean der Zeit immer weiter in die Vergangenheit. Verfolgt von der Zeit selbst und der roten Königin (Helena Bonham Carter), die ein Unrecht ungeschehen machen will, stürzt sich Alice in eine lieblose CGI-Märchensause, die sich an ihrer Künstlichkeit ergötzt und dabei vergisst, die knallbunten Kulissen mit Leben und Fantasie zu füllen. Oder mit dem einen oder anderen Wunder - dafür fehlte offenbar die Zeit.

Erhältlich auf DVD, Blu-ray Disc, Blu-ray 3D und als Video-on-Demand.

tsch

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