„Die Wahrheit ist irgendwo da draußen“

Akte X - Die neuen Fälle

+
Die Wahrheit ist noch immer irgendwo da draußen - und Agent Scully (Gillian Anderson) und Agent Mulder (David Duchovny) sind auf der Suche nach ihr.

Nach 202 Episoden und 14 Jahren Pause meldet sich die Mutter aller Mystery-Serien mit neuen Folgen zurück - nach Ausstrahlung im TV nun auch im Heimkino.

„Die Wahrheit ist irgendwo da draußen“, raunte es 202 Folgen und zwei Kinofilme lang durch den Vorspann von „Akte X“. Nun, 14 Jahre nach der letzten Serienstaffel und acht Jahre nach dem letzten Kinofilm, ist die Mystery-Serie mit sechs Folgen zurückgekehrt, und die Wahrheit, so scheint es, ist noch monströser als gedacht. Die Neuauflage kommt in Form einer sechsteiligen Miniserie mit altbekanntem Personal: David Duchovny als Agent Mulder und Gillian Anderson als Agent Scully. Nach der TV-Premiere bei ProSieben erscheint die zehnte Staffel (2016) nun fürs Heimkino.

Nach einem mysteriösen Anruf von FBI-Mann Skinner (Mitch Pileggi) treffen Mulder und Scully nach Jahren der Trennung wieder aufeinander. Sie arbeitet mittlerweile in einem Krankenhaus als Kinderchirurgin, er wirkt wie einer jener modernen Wutbürger, die sich daheim verschanzen, um im Internet ihren Frust hinauszuposaunen. Die Liebe zwischen beiden köchelt derweil auf Sparflamme.

Der Verschwörungsjournalist Tad O'Malley (Joel McHale) hat beide zusammengetrommelt, denn er glaubt, die „größte Verschwörung der Menschheitsgeschichte“ aufgedeckt zu haben. Die beginnt, wo sonst, 1947 in Rosswell und endet bei einer Frau, die angeblich von Aliens entführt wurde. Und schon ist man wieder drin in der verqueren Welt von „Akte X“, so als sei kaum Zeit vergangen seit damals.

Die neuen Folgen wirken wie ein Hochglanzabzug der alten. Vielleicht liegt das an neuen tricktechnischen Möglichkeiten, vielleicht aber auch daran, dass man die alten Staffeln noch als körniges Fernsehbild auf einem monströsen Röhrenfernseher in Erinnerung hat.

Ein Kommentar zur aktuellen Weltlage sind die neuen „Akte X“-Folgen mitnichten; vielmehr wirken sie seltsam aus der Zeit gefallen. Vielleicht deswegen legt Autor Chris Carter in der neuen Staffel noch eins drauf: Er habe sich sein Leben lang getäuscht, lässt er Mulder am Ende der ersten Folge orakeln. Die wahre Verschwörung sei eine ganz andere. Und sie sei, natürlich, noch monströser. Nach der zehnten Staffel könnte es übrigens weitergehen: Gerüchten zufolge ist das Team zumindest daran interessiert - und Einschaltquoten jenseits von „Game of Thrones“ in den USA sprechen dafür.

Erhältlich auf DVD, Blu-ray Disc und als Video-on-Demand.

tsch

Kommentare

Das könnte Dich auch interessieren