Vom 11. bis 16. Oktober in Bremen

„Queerfilm Festival“ zeigt Highlights schwul-lesbischer Produktionen 

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Joey geht zum Militär, um anschließend das College besuchen zu können. Doch dann lernt sie Rayna kennen – und alle ihre Pläne geraten ins Wanken. Wie im Kurzfilm „AWOL“ erzählt das „Queerfilm Festival Bremen“ vom 11. bis 16. September aus dem Leben von homo-, bi-, trans- und intersexuellen Menschen. Sechs Tage lang werden im Bremer Kino City 46 Dokumentationen, Spiel- und Kurzfilme gezeigt. Zudem wird im Rahmen des Festivals erstmals ein „Debütfilm-Preis“ vergeben.

Welche Ziele verfolgen LGBT – homo-, bi-, trans- und intersexuelle Menschen – heutzutage, politisch wie privat? Welche Hindernisse liegen auf ihren Wegen? Das „Queerfilm Festival Bremen“ zeigt bereits seit 23 Jahren Alltag und Außergewöhnliches, meist als Erstaufführungen. Das Programm soll zweier­lei bieten: eine vielfältige Darstellung von LGBT-Lebensentwürfen – und gute Unterhaltung.

Gestartet wird traditionell mit dem „Kurzfilm-Eröffnungs­abend“, der gleich eine große thematische Bandbreite bietet. Das Festival vergibt auch 2016 wieder einen Publikumspreis für den besten Langfilm (Bekanntgabe des Gewinners: Sonntagabend). Neu ist hingegen der „Debütfilm-Preis“, der ein internationales Erstlingswerk würdigt. 2016 geht er an die schwedische Regisseurin Sara Jordenö. Sie hat angekündigt, die Auszeichnung für ihre Dokumentation „Kiki“ persönlich ent­gegenzunehmen.

Auch in diesem Jahr sind alle Filme im Original und größtenteils mit deutschen Untertiteln zu sehen. Beispielsweise die Geschichte der transsexuellen Ricky in „Boy Meets Girl“, deren Traum vom Modedesign und dem perfekten Mann sie nach New York führt. Dort spielt auch der Film „Margarita With A Straw“, der von der Inderin Laila und ihrem selbstbestimmten Leben und Lieben trotz Hirnlähmung handelt. Selbstbestimmt leben will auch die 17-jährige Naama in Israel. In „Barash“ versucht die junge Frau, mit Drogen und Partys ihrem tristen Elternhaus zu entkommen – und verliebt sich in eine neue Mitschülerin.

Musikalisch wird es in „Strike A Pose“, einer Dokumentation, die Madonnas Tänzer aus den frühen 90er-Tourneen wieder zusammenführt, und in „Weekends“, einer Dokumentation, die einen koreanischen Chor auf dem Weg zum ersten Auftritt begleitet. Und in der Komödie „Queen Of Amsterdam“ soll ein Juwelenraub die Lieblingsbar vor der Zwangsversteigerung retten.

Das 23. „Queerfilm Festival Bremen“ findet von Dienstag bis Sonntag, 11. bis 16. Oktober, im Kommunalkino City 46 statt. Einzeltickets kosten 9 Euro (ermäßigt 5,50 Euro), eine Vierer­karte 29 Euro (ermäßigt 18,50 Euro). Weitere Infos zum Programm gibt es auf www.queerfilm.de.

Von Alena Mumme

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