„Krause-Sause“ in Halle 7

Mickie Krause: „Fischköpfe gehen zum Feiern definitiv nicht in den Keller“

+
Ein gern gesehener Gast in der Halle 7: Mickie Krause.

Manches steht einfach fest: Der Himmel ist blau, Wasser ist nass und Mickie Krause tritt während des Bremer Freimarkts in der Halle 7 auf. So auch in diesem Jahr, und zwar am 27. Oktober. Bevor es soweit ist, hat der musikalische Entertainer im nordbuzz-Interview über seine Fitness, Tipps für die perfekte Party und die „Krause-Sause“ in Bremen gesprochen. Fotos von der Krause-Sause findet Ihr hier.

nordbuzz: Derzeit eilst Du von Auftritt zu Auftritt, teilweise spielst Du an einem Abend in zwei oder drei unterschiedlichen Städten. Woher nimmst Du die Energie dafür?

Mickie Krause: Meine Power kommt einfach daher, dass ich noch relativ jung bin (46 Jahre, Anm. d. Red.). Und ich gehöre sicherlich zu den sportlichsten Künstlern, die in Deutschland unterwegs sind. Deswegen ist es für mich nicht so kräfteraubend, öfter am Abend auf die Bühne zu gehen.

nordbuzz: Absolvierst Du ein spezielles Fitnessprogramm, um dieses Pensum durchzuhalten?

Krause: Ich bin ein leidenschaftlicher Marathonläufer. Am 11. September bin ich zum Beispiel noch in Münster einen Marathon gelaufen. Und sonst sorge ich dafür, dass ich drei, vier Mal pro Woche joggen gehe. Wenn ich in Bremen bin, laufe ich zum Beispiel durch den Bürgerpark.

nordbuzz: Gibt es eigentlich auch Booking-Anfragen, die Du ablehnst?

Krause: Eigentlich nicht, aber für die AFD würde ich beispielsweise generell nicht auftreten. Die Anfragen, die ich bekomme, sind eigentlich alle seriös. Das können auch 30. Geburtstage oder sogar Silberhochzeiten sein.

nordbuzz: Und welche Auftritte sind Dir denn am liebsten?

Krause: Vor einigen Wochen bin im Stadion auf Schalke bei einer Riesenfete aufgetreten. Da stehen dann 40.000 Leute und singen meine Lieder. Es ist eine große Ehre, wenn so viele Menschen an meinen Lippen hängen und mitsingen, sensationell. Aber es gibt auch ganz viele tolle kleine Partys, zum Beispiel wenn ich unplugged auf die Bühne gehe und vor nur 200 bis 300 Zuschauern spiele. Das kann sehr intim und sehr persönlich sein.

„Solange gefeiert wird, bin ich dabei“

nordbuzz: Hast Du jedes Mal den Spaß auf der Bühne, den Du nach außen ausstrahlst?

Krause: Fakt ist: Ich bin definitiv mit Leib und Seele dabei. Erfolgreich kann man auch nur sein, wenn man mit Leidenschaft bei der Sache ist. Das gilt übrigens für jeden Job, egal, ob du Bänker oder Musiker bist. Meine Motivation ist es, jedes Jahr oder zumindest alle zwei Jahre einen neuen, guten Song am Start zu haben. Ich habe mir gerade im Auto meine aktuelle Nummer angehört, und die macht mir selbst so viel Laune, dass es für mich kein Problem und keine Last ist, auf die Bühne zu gehen.

nordbuzz: Hast Du schon Pläne für die Zeit, wenn Du mal nicht mehr auf der Bühne stehst?

Krause: Nee, hab' ich nicht. Ich bin noch nicht mal 50 Jahre alt und noch weit von dem entfernt, wo sich Jürgen Drews heute befindet. Der ist 71, und ich bin viele Jahre jünger. Solange gefeiert wird, solange Party gemacht wird, bin ich dabei.

nordbuzz: Apropos Party machen: Lange wird es nicht mehr dauern, bis Deine Kinder Mallorca und Co. auf eigene Faust erkunden werden. Graut Dir als Vater schon davor?

Krause: Ich sehe das ganz locker. Es ist ja nicht so, dass sich die Leute, die auf Mallorca Urlaub machen, nicht benehmen können. Sicherlich gibt es ein paar, bei denen es ein bisschen ausartet, aber ich glaube, meine Kinder gehören nicht dazu. Und wenn, dann müssen sie einfach ihre eigenen Erfahrungen machen.

„Es gibt es nichts, wofür ich mich schämen müsste“

nordbuzz: Wie stehen Deine Kinder zu Deinem Beruf? Bist Du ihnen manchmal peinlich?

Krause: Auf gar keinen Fall, denn sie sehen, dass ich viel unterwegs bin und Spaß an meinem Beruf habe. Wenn ich ihnen meine neuen Songs vorspiele, sind sie gemeinsam mit meiner Frau meine größten Kritiker. Sie sehen, dass ich einen guten Job mache und seit vielen Jahren im Geschäft bin. Und von daher finden sie meinen Job aufregender als den vieler anderer Väter.

nordbuzz: Gibt es Songs, die Du im Nachhinein lieber nicht geschrieben hättest?

Krause: Eigentlich stehe ich zu allem, was ich in den letzten Jahren geschrieben habe. Da gibt es nichts, wofür ich mich schämen müsste. Es gibt zwar ein paar Songs, die ich natürlich auch scheiße finde, aber die sind genau aus dem Grund dann auch kein Erfolg geworden.

nordbuzz: Am 27. Oktober bist Du wieder zu Gast beim Bremer Freimarkt. Ein Auftritt wie jeder andere oder etwas Besonderes?

Krause: Wenn ich nach Bremen und in die Halle 7 fahre, ist es für mich im Grunde so, als käme ich nach Hause. Ich bin schließlich jedes Jahr dort. Ich kann mich noch gut an einen Auftritt im Jahre 1999 erinnern. Das ist zwar schon ewig lange her, aber ich weiß noch, dass ich dort am 20. Oktober aufgetreten bin, weil ich nämlich am 21. Oktober geheiratet habe. Das vergesse ich natürlich nie. Ich sag' ja auch immer wieder: Wenn ich nicht im Münsterland wohnen würde, dann würde ich in Bremen wohnen.

„Geht mit guter Laune an die Sache ran“

nordbuzz: Gibt es prinzipielle Unterschiede, was das Party-Volk quer durch die Republik angeht?

Krause: Einen Unterschied zwischen dem Norden und dem Süden sehe ich schon. Die Menschen im bayerischen Raum tun sich eher ein bisschen schwer damit richtig abzugehen als die Fischköpfe. Die Fischköpfe gehen zum Lachen und feiern definitiv nicht in den Keller. Das sehe ich beim Freimarkt oder den Sixdays im Januar immer wieder.

nordbuzz: Abschließend Frage: Wie lautet Dein ultimativer Tipp für die perfekte Party?

Krause: Am wichtigsten ist die passende Musik, am besten natürlich Micki-Krause-Musik. Dazu gute, leckere und gekühlte Getränke. Und generell gilt: Geht mit guter Laune und einer positiven Einstellung an die Sache ran.

Kommentare

Das könnte Dich auch interessieren