Die große Frage nach dem Wetter

"Hurricane" feiert 20. Geburtstag

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Sonne wäre schön.

Scheeßel - Das "Hurricane"-Festival wartet mit einem üppigen Line-Up auf. Muss es auch, schließlich feiert es in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Doch eine Frage bleibt - wie jedes Jahr: Muss das Festival schlechtem Wetter trotzen?

Zum 20. Mal reisen bald zehntausende Musikfans nach Scheeßel zwischen Bremen und Hamburg: Bei der Jubiläumsausgabe des "Hurricane"-Festivals werden dort von Freitag (15.00 Uhr) bis Sonntagabend rund 100 Künstler und Bands auf den Bühnen stehen.

In diesem Jahr ist das Line-Up üppig bestückt: Ganz oben auf der Liste stehen die für ihre Bühnenshow berühmte deutsche Rockband Rammstein, die britischen Folkrocker Mumford & Sons sowie die Electro-Rock-Band The Prodigy. Auch weiter unten stehen Bands, die derzeit Erfolge feiern: die Hip-Hopper von K.I.Z oder die österreichische Pop-Band Wanda. Und sollte Deutschland bei der Fußball-EM das Achtelfinale erreichen, steht auch das Spiel auf dem Programm, sagte ein Sprecher.

Das "Hurricane" und das parallel in Neuhausen ob Eck in Baden-Württemberg stattfindende Zwillingsfestival "Southside" waren in diesem Jahr besonders schnell ausverkauft. Bereits im Februar gab es keine Tickets mehr. Für Scheeßel sind dem Veranstalter zufolge 75 000 Karten verkauft worden.

Hurricane und Southside gehören zu den größten Festivals

Die Festivals gehören zu den größten für Rock, Independent und Alternative. Zu den Highlights der vergangenen 20 Jahre zählten die Beastie Boys, Iggy Pop und Björk. Mittlerweile deckt das Programm Sparten von Metal bis Pop, Hip-Hop bis Elektro ab. 

Auf den vier Bühnen ist quasi für jeden etwas dabei: Während Rammstein am Freitagabend auf einer Bühne stehen, geht auch das Electro-House Duo Digitalism an den Start. Am Samstag tritt das Frauen-Pop-Duo Boy auf, während die Punk-Band Anti-Flag ihrem Publikum einheizt. Viele Besucher dürften sich an vergangene "Hurricane"-Jahre erinnern, wenn Deichkind, The Hives oder The Offspring spielen, die schon mehrmals auf dem Festival zu sehen waren. 

In 20 Festival-Jahren haben Veranstalter und Besucher auch in Sachen Wetter jede Menge Erfahrung gesammelt. Etwa 2006, als ein Unwetter mit Regen das komplette Gelände unter Wasser setzte und der Auftritt der britischen Rockband Muse abgesagt werden musste. "Es ging einfach gar nichts mehr", erinnert sich Festival-Gründer Folkert Koopmans im Interview der "Kreiszeitung". Nachdem das Festival "Rock am Ring" Anfang Juni wegen Unwettern abgebrochen wurde, hoffen die Veranstalter nun, dass ihr "Hurricane" verschont bleibt.

dpa

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