Für Kinder, Omas & Hipster

Was tun, wenn die Familie kommt? Tipps für Bremen

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Jeder kennt das, die Familie kündigt sich für einen Besuch an und es passt eigentlich gerade überhaupt nicht. Jetzt heißt es: Schnell die Bude aufräumen, für Schlafplätze sorgen und die Arbeitszeit so koordinieren, dass man den Besuch vom Bahnhof abholen kann. Oder es kommt gleich zum Worst Case und Mutti und Vaddi stehen unangekündigt vor der Tür. Überraschung! Ruhig bleiben, wir haben ein paar Ideen gesammelt, wie Ihr die Verwandschaft beschäftigen könnt, ohne dass Langeweile aufkommt.

Mehr als 08/15-Ketten: Shopping in Bremen

Köstlichkeiten aus norddeutscher Herstellung in der „nur-Manufaktur“.

Für Shopping-Wütige hat Bremen mehr zu bieten, als die üblichen Ketten. Vor wenigen Wochen hat zum Beispiel das Citylab in der Innenstadt eröffnet. Dort sind viele interessante Startups zu finden. Wohl besonders geeignet für Urlauber dürfte „die nur-Manfaktur“ mit ihren handgefertigten Köstlichkeiten aus Bremen sein. Die Produkte eignen sich hervorragend als Mitbringsel für die Daheimgebliebenen. Eine besondere Empfehlung der Redaktion ist der nachhaltig und lokal produzierte Ingwerlikör „Kalabums“. Der schmeckt pur, aber auch in sommerlichen Cocktails.

Etwas mehr Auswahl hat man im Bremer Viertel. In Bremens buntestem Stadtteil finden Eure Gäste noch kleine, individuelle und inhabergeführte Läden. Wenn Ihr eine Pause braucht, könnt Ihr zwischen alteingesessen Cafés, veganen Bistros, Burgerläden und vielen Dönerbuden wählen. In diesen bekommt Ihr auch das berühmte Rollo. Das ist eine Bremer Erfindung und sollte von jedem, der die Hansestadt besucht, probiert werden.

Ein besonderer Bonus im Viertel: Wenn Vaddi keine Lust mehr auf Einkaufen hat, kann er sich in einer der vielen Kneipen niederlassen, ein Bierchen oder eine ganz besondere Spezialität trinken und wenn er Glück hat, dabei auch noch ein Werder-Spiel gucken.

Wenn Kinder dabei sind: Museen für kleine Entdecker

Der Außenbereich beim Universum.

Mit Kindern im Schlepptau ist es meist ein bisschen schwierig eine Stadt zu erkunden, ohne dass die Kleinen nörgeln und die Erwachsenen genervt sind. Um das zu vermeiden, lohnt sich ein Besuch bei einem echten Bremer Klassiker, dem Überseemuseum. Dort kann man für zwei Euro einen Entdecker-Rucksack ausleihen und sich damit auf die Reise durch Asien und Ozeanien begeben. Mit im Gepäck sind spannende Rätsel und Utensilien, die bei deren Lösung helfen. Auch für die Erwachsenen nicht unspannend!

Alternativ lohnt sich auch der Weg zum Universum. Hier gibt es mit der „Milchstraße" einen extra Bereich für Kinder zwischen drei und acht Jahren. 25 Exponate, die zum Spielen, Bauen und Entdecken einladen, sind dort zu finden. Aber auch die Dauer- und Sonderausstellung eignet sich für einen Besuch mit Kind, denn auch hier gibt es viel auszuprobieren und zu erkunden. Unser Tipp: Ab 16.30 Uhr gibt es für die letzten eineinhalb Stunden das Guten-Abend-Ticket für nur fünf Euro pro Person.

Hip und vegan oder wie bei Oma: Kaffee & Kuchen

Das „Radieschen" in der Neustadt.

Kuchen geht immer. Das wissen auch die Bremer. Deshalb ist die Auswahl an schönen Cafés relativ groß. Und für die Oma, aber auch für die kleine Schwester, die gerade Veganismus als Lebensstil für sich entdeckt hat, gibt es passende Anlaufstellen für süßes Gebäck.

Direkt am Friedhof Buntentor gelegen, klein, gemütlich und mit viel Liebe eingerichtet, findet Ihr das Café „Radieschen“. Auch hier gibt es selbst gebackene Kuchen und Torten aus vorwiegend saisonalen und regionalen Zutaten.

Ein Geheimtipp ist die„Konditorei Schlüter“ nicht unweit des „Radieschens“. Vegan und glutenfrei interessiert in diesem kleinen, altmodischen Café niemanden. Die Torten strotzen vor Baiser, Buttercreme und Sahne und schmecken wie bei Mutti.

Etwas versteckter und ruhiger im Viertel findet Ihr das Café „Marianne“. Im Angebot des kleinen Ladens sind wechselnde selbst gemachte Kuchen, die auch für Veganer und Glutenverweigerer geeignet sind. Zu empfehlen sind übrigens auch die frischen Waffeln mit warmen Kirschen.

Für laue Sommertage: Picknick am Deich oder Werdersee

Für entspannte Tage. 

Der Roland, die Stadtmusikanten, das Rathaus und die Böttcherstraße - die zentralen Sehenswürdigkeiten, die die Verwandtschaft bei einer Stippvisite in Bremen meist sehen will, liegen alle rund um den Marktplatz. Nutzt einfach die Gelegenheit, führt die Familie einmal an den Highlights vorbei und kauft anschließend gemeinsam Snacks, Köstlichkeiten und Grillgut auf dem Markt.

Danach könnt Ihr mit der Familie zu einer wirklich bremischen Aktivität übergehen. Einfach die Einkäufe vom Markt einpacken, unterwegs noch einen Sechserträger bei einem Kiosk aufsammeln und ab an den Osterdeich oder den Werdersee. Hört sich für viele wahrscheinlich nicht so passend an, doch so habe ich wirklich schöne, entspannte Nachmittage und Abende mit meinen Gästen verbracht. Wenn wir ehrlich sind, kommt uns nämlich niemand besuchen, weil er eine Stadtführung durch will. Sondern einfach, weil er oder sie Zeit mit uns verbringen möchte.

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