Fünf Hot-Spots, fünf Meinungen

Top-Sonnenplätze der Region: Die Favoriten der nordbuzz-Redaktion

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Egal, ob Beachvolleyball oder Entschleunigung, die Neustadtswallanlagen bieten viele Möglichkeiten

Die Sonne brennt, es ist heiß. Jetzt bloß nicht in der Bude hocken, sondern raus. Aber wohin? Jeder dürfte seinen persönlichen Lieblingsplatz an der Sonne haben – so auch wir. Die nordbuzz-Redaktion stellt ihre favorisierten Hot-Spots in der Region vor.

Neustadtswallanlagen: Das unaufgeregte Auenland Bremens

Beach-Volleyball in den Neustadtswallanlagen

Auf dem Stadtplan heißt es Neustadtswallanlagen, ich nenne es das Bremer Auenland. Gar nicht so sehr wegen der beschaulichen, grünen Hügel, welche die Parkanlage rund um die Hochschule prägen. Eher deshalb, weil das Bremer Auenland mitten in der Großstadt so eine gänzlich unaufgeregte Aura ausstrahlt. So wie jenes in „Mittelerde“ – entspannt, entschleunigt, genau mein Ding. Zum Bräunen bieten sich die Hügel als eine Art natürliche Sonnenliege an, und wenn es mit dem Rumgeliege irgendwann auch mal gut ist, man aber weder der Sonne den Rücken kehren, noch sich langweilen will, dann findet sich Unterhaltung an jeder Ecke. Hier beweist sich etwa – als angenehmer Nebeneffekt – dass die Menschen der Bremer Variante des Auenlandes kaum Haare auf den Füßen haben. Sieht man bei den Beach-Volleyballern auf dem dafür vorgesehenen Feld. Mitmischen kann man da genauso wie einfach nur zuzusehen. Das Gleiche nebenan beim Boule, wo ein Stück französisches Flair in die Hansestadt geholt wird. Schaut man dort den Spielern zu, steht man im Grunde dann auch schon fast im Eingang zum Südbad, falls man noch die eine oder andere Bahn schwimmen will, bevor man sich abends in einer der zahlreichen Bars und Kneipen der Umgebung einfinden kann. Mein Tipp: Der Rock'n'Roll-Couchclub „Auszeit“. Der ist mindestens genauso entspannt wie das Bremer Auenland. Tobias Picker, Redakteur

Osterdeich – Der Südhang der Hansestadt 

In guter Gesellschaft lässt sich am Deich wunderbar der Blicks aufs Weser-Stadion und den Fluss genießen.

Um die Sonne in Bremen zu genießen, führt dieser Platz meine persönliche Bestenliste an: der Osterdeich! Am Südhang der Hansestadt wird mir alles geboten, was ich bei gutem Wetter brauche. Im nur ein Katzensprung entfernten Viertel, kann ich dort zunächst mit Drinks und Snacks das leibliche Wohl versorgen. Dann schlendere ich den Sielwall hinauf und lasse mich in der Sonne nieder. Zu zweit, mit einer größeren Gruppe oder ganz allein. Langweilig wird es mit Blick auf das Weser-Stadion, die vorbei tuckernden Frachter, den Strand am Café Sand gegenüber und nicht zuletzt in Gesellschaft anderer Sonnenanbeter nicht. Schnell kann man ins Gespräch kommen, die Stimmung ist stets entspannt. Für die Erfrischung zwischendurch gibt es den Werder-Kiosk, für den größeren Hunger hat man das reichhaltige Angebot des Viertels im Rücken. So eignet sich der Deich als Relax-Fleck am Wochenende, zu Feierabend und auch dann noch, wenn die Sonne längst untergegangen ist. Schließlich lässt sich hier bei Sonnenuntergang wunderbar der Abend einläuten, der dann zum Beispiel zurück Richtung Sielwall oder über die Brücke in die Neustadt führt. Joschka Schmitt, Redakteur

Die Eltern feilen am Teint, die Kinder powern sich aus 

Der Falkensteinsee ist ein Genuss für große und kleine Sonnenanbeter.

Selten musste ich so kurz überlegen, wie bei der aktuellen Diskussion in der nordbuzz-Redaktion. Wo ich am liebsten die Sonne genieße? Was für eine Frage! Natürlich am Falkensteinsee. Kennt Ihr nicht? Erklär ich Euch. Der Falkensteinsee liegt ziemlich mittig zwischen Bremen und Oldenburg in der Nähe der A28 und ist eigentlich ein Camping-Platz. Aber weil hier auch Tagesgäste ihren Bauch der Sonne aussetzen dürfen, ist der See einer der besten Tipps überhaupt für einen Ausflug bei Sonnenschein. Ganz besonders dann, wenn Ihr mit Kindern unterwegs seid. An drei kleinen Stränden könnt Ihr ins Wasser steigen, mit Eurem Nachwuchs planschen oder Euch einfach auf einer der großen Wiesen in der Hitze räkeln. Restaurant, Toiletten und ein super Spielplatz sind natürlich auch mit dabei. Die Eltern hängen einfach ab und arbeiten an ihrem Teint, und die Kinder fallen abends völlig ausgepowert ins Bett. Viel entspannter lässt sich die Sonne nun wirklich nicht genießen, ehrlich. Lars Kattner, Redakteur

Mit jedem Schritt ein bisschen weniger Stadt

Zur Zeit steht auf dem Hügel ein Kunst-Projekt von Schülern der Willhelm-Wagenfeld-Schule und der Kunsthalle Bremen.

Zugegeben, mein Platz ist keiner, an dem man das Handtuch ausrollt und sich zum Sonnenbaden ablegt. Dafür eignet er sich für eine kurze Pause in der Sonne zwischendurch, zum Lesen, Nachdenken und Abschalten. Auf dem Weg von der Domsheide ins Viertel einfach vor der Kunsthalle rechts in die Wallanlagen einbiegen und den kleinen Hügel ganz am Ende des Parks kurz vorm Osterdeich erklimmen. Mit jedem Schritt fühlt man sich hier ein bisschen weniger in der Stadt. Alles ist unglaublich grün, etwas leiser, kühler und irgendwie entrückt. Auf dem Gipfel des Hügels angekommen, laden Bänke zum Durchatmen ein. Dabei gleitet der Blick über den Deich, die Weser und die umgedrehte Kommode. Auch der anschließende Weg zurück in die Realität ist wunderschön. Vorbei an einem kleinen Gewässer und über den Paula-Modersohn-Becker-Steg geht es in den Trubel des Viertels. Anne Beny, Redakteurin

Es braucht nicht viel: Eine Liege, Musik, Kaltgetränke, Snacks, eine Abkühlung

Der Fantasie sind auf Balkonien keine Grenzen gesetzt.

Öffentliche Sonnenplätze haben ein Problem: Sie sind sind öffentlich. Mit der Privatsphäre ist das dann so eine Sache – zumeist keine gute. Deswegen ist mein Hot-Spot in der Region Balkonien. Will sagen: Schafft Euch, sofern möglich, Eure persönliche Sonnenoase. Es braucht nicht viel: Eine Liege, Musik, Kaltgetränke, Snacks, eine Abkühlung. Wenn`s richtig gut läuft, ist WLAN am Start und Ihr verbringt die Sonnenstunden gemeinsam mit Freunden. Ich persönlich bevorzuge die Dachterrassen-Premium-Version meines Kumpels Fabbbi, bei dem ich mich insbesondere seit EM-Beginn regelmäßig niedergelassen habe – im wahrsten Wortsinne, denn Fabbbis Happy-Place punktet mit einer kleinen Liegelandschaft. Zudem immer vorhanden: Flatscreen-TV, Regenwald-Gartendusche, Grill, Wasserpistolen, Drinks und Zitrusfrüchte. Minuspunkte gibt‘s allerdings für das fehlende Planschbecken. Ein solcher Mini-Pool ist in jedem Baumarkt zu haben und kostet je nach Größe um die 20 Euro. Klar ist nämlich auch: In der Sonne zu braten, macht ohne Wasser-Option nur halb so viel Spaß. Pro-Tipp: Einen handelsüblichen Zerstäuber (so einen, der zum Blumengießen benutzt wird) mit kaltem Wasser befüllen und nach Bedarf die bereits knusprig anmutende Haut einsprühen. Timo Strömer, Leitender Redakteur

Eine Sache noch: Es handelt es sich in diesem Text um subjektive Eindrücke. Ihr habt andere Favoriten? Her damit, nutzt doch einfach die Kommentarfunktion.

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