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Selbstversuch Waschbrettbauch Teil 4: Planänderung

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Langsam wird es eng. Für neue Impulse im zentralen Nervensystem geht es jetzt mit einem erweiterten Trainingsplan auf die Zielgerade.

nordbuzz-Redakteur Tobias Picker hat sich ein Ziel gesteckt: Waschbrettbauch, und zwar so schnell wie möglich. Im Fitness Loft Bremen hat man die Herausforderung angenommen und gesagt: Das schaffen wir innerhalb von 90 Tagen. Doch die Frist endet an Weihnachten, und der Fortschritt stagniert ein wenig. Was nun? Planänderung!

Klar, niemandem kann es gefallen, wenn man auf seine sichtbaren Fettpölsterchen angesprochen wird. Es sei denn, es ist von der Vergangenheit die Rede. Bei mir war es gerade Coach Rouven aus dem Fitness Loft Bremen, der nicht schlecht staunte, als ich ihm meine jüngsten Ergebnisse präsentierte. Jede Woche verliere ich verlässlich ein Kilo Gewicht – trotz Muskelaufbau. In der Summe macht das nunmehr also rund 9 Kilo, die mir die Waage mittlerweile in Rechnung stellt. „Stimmt“, stellt Rouven fest, „sieht man deutlich, allein im Gesicht warst du am Anfang schon deutlich speckiger. Auch an den Schultern bist du viel schmaler geworden.“ - Schmaler? Moment mal.

Das Ziel war ja eigentlich nicht unbedingt, schmaler zu werden. Fett ist weg, schön und gut, aber mein Selbstversuch sieht einen Waschbrettbauch vor, und da machen mich die bisherigen Ergebnisse schon ein wenig nervös. Insiderwissen: Ich spüre zwar, dass sich da schon ein hübscher Schildkrötenrücken abzeichnet, doch fehlt es an Volumen, und auch die Fettschicht am Bauch und an den Hüften ist einfach noch zu markant, als das man auf die Deadline Weihnachten zuversichtlich vorausblicken könnte. Kurz: Man sieht es noch nicht. Und es bleiben nur noch wenige Wochen. Schaff ich das überhaupt?

Planänderung – Jetzt geht’s erst richtig los

„Dieses Zeichen male ich am liebsten“, grinst Rouven, als er meinen veränderten Trainingsplan zusammenstellt. Bei den zusätzlichen Bauchübungen trägt er dabei ins Feld „Wiederholungen“ eine 8 ein – vermute ich jedenfalls auf den ersten Blick. Tatsächlich scheint die 8 aber aber genauso erschöpft zu sein wie ich, denn sie ist umgefallen, liegt auf der Seite. Naive Ausflüchte von mir, sicher, und ich muss schnell akzeptieren, jetzt geht’s an Eingemachte: ∞

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Bei jedem Satz der neuen Bauchmuskelübungen muss ich also unendlich viele Wiederholungen machen. „Wenn du eigentlich schon das Gefühl hast, dass du nicht mehr kannst, musst du noch mal acht Wiederholungen dranhängen“, erklärt mir Rouven seine Bauchmuskel-Faustregel. „Die Bauchmuskulatur ist kompliziert, die musst du richtig triezen. Dem zentralen Nervensystem muss unmissverständlich klar sein, dass es da jetzt zu arbeiten hat.

Ist „EMS“ die Lösung?

Es ist jetzt schon wieder eine ganze Weile her, dass ich im Fitness Loft ein hocheffektives EMS-Training gemacht habe. Elektronische Muskelstimulation. Soll ein komplettes Training, für das ich vielleicht rund 75 brauchen würde, innerhalb von nur 20 Minuten mit Stromstößen ersetzen. Wie es war, habe ich hier im Selbstversuch Elektronische Muskelstimulation beschrieben. Was lange blieb, war der Muskelkater in Beinen und Hintern, und auch als er abklang, fühlte sich meine Muskulatur in dem Bereich noch tagelang ziemlich erschöpft an. Um jetzt für ein verstärktes Muskelwachstum zu sorgen, hat Rouven für mich jetzt aber aber etwas ganz anderes vorgesehen:

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So sieht der neue Plan aus

Weiterhin mache ich alle zwei Tage Krafttraining und ebenfalls alle zwei Tage Intervalltraining. Bei letztem ist der neue Plan recht schnell zusammen zu fassen: Aus intensivem Intervalltraining wird hochintensives Intervalltraining. Statt 30-sekündige Sprintintervalle mit 30-sekündigen Pausen abzuwechseln, mache ich jetzt 60-sekündige Sprintintervalle mit wiederum 30 Sekunden Pausen dazwischen.

Kraftraining:

Mein bisheriges Training wird ausgeweitet von sechs auf zehn Übungen. Neben den bisherigen Disziplinen

  • Bankdrücken
  • Langhantelrudern
  • Beinpresse
  • Schulterdrücken
  • Rückenstrecker

Kommen nun dazu:

  • der Latzug
  • Bizeps-Curls
  • die Trizeps-Maschine
  • Leg-Push-Ups
  • Sit-Ups auf dem Gymnastikball

Dafür fällt die unsägliche Bauchmuskelmaschine weg.

Was bleibt: Hunger

Langsam wird die Sache mit der Ernährung richtig zornig. Wo ich mich anfangs noch leicht und unbeschwert gefühlt habe, nagt nun immer häufiger der Hunger an meiner Stimmung, Konzentration und Kraft. Weiterhin ernähre ich mich nach dem Intermittent-Fasting-Prinzip. Alles, was ich esse, nehme ich innerhalb von acht Stunden zu mir, dann faste ich 16 Stunden. Wenn ich heute um 22 Uhr das letzte Mal etwas zu mir nehme, darf ich morgen wieder um 14 Uhr etwas „frühstücken“ - nämlich 250 Gramm Magerquark mit Beeren, zum Beispiel. Das ist auf Dauer echt brutal, soll aber helfen. Ob's damit schnell genug geht, um das Ziel Waschbrettbauch zu erreichen, sehen wir dann an Weihnachten.

#pickerpumpt - Selbstversuch Waschbrettbauch

Hier findet Ihr Teil 1 des Selbstversuchs Waschbrettbauch, Teil 2 und Teil 3 - sowie alle weiteren nordbuzz-Selbstversuche.

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