So hat sich die Huntestadt verändert

nordbuzz-Serie: Oldenburg gestern und heute

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Das Rose-Haus stand bereits 1887 am Oldenburger Hafen. 

Ob Hundehütte, das dreieckige Rathaus oder der Pulverturm – wir Oldenburger lieben unsere historischen Häuser und Altbauten. Doch in der Stadt an der Hunte hat sich im Laufe der Zeit ganz schön viel getan. Wir haben in den Archiven nach alten, braunen Bildern gekramt und uns mit den historischen Werken auf Zeitreise begeben. Wie die Oldenburger Hotspots noch um 1900 ausgesehen haben, zeigt unser Fotovergleich.

Zwischen Windmühlen und Kapitän Rose am Oldenburger Hafen

Das Rose-Haus stand bereits 1887 am Oldenburger Hafen. 

Der 1893 fertiggestellte Bau des Hunte-Ems-Kanals bescherte dem alten Oldenburger Hafen eine große wirtschaftliche Bedeutung. Das historische Bild wurde zur Blütezeit des Hafens geschossen: im Jahr 1887. Auf den Schiffen waren meist Kohlen und Erze aus dem Ruhrgebiet sowie Kolonialwaren aus Übersee. Wo heute moderne Luxus-Appartments stehen und Heini am Stau Leckeres auf den Teller bringt, sorgten damals Windmühlen für die richtige Antriebskraft. Auf der Fotografie ist die Schlömannsche Mühle mit dem Zollschuppen zu sehen. Links daneben: das Rose-Haus. Dort wo die Umbaubar heute Bier ausschenkt, verkaufte Kapitän Wilhelm Rose den Seeleuten damals Tauwerk, Segeltücher und Petroleum.

Ein Oldenburger Prachtstück: Das Schloss

Im Oldenburger Schloss residierte einst Graf Anton Günther. 

Das prachtvolle gelbe Gebäude neben dem Einkaufszentrum hat im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche Umbauten durchlebt. Das Bild entstand 1906. Gebaut wurde das Heim der Herzogsfamilie auf den Fundamenten einer mittelalterlichen Wasserburg bereits um 1100. Von 1607 bis 1667 wohnte Graf Anton Günther in den prunkvollen Hallen im Renaissancestil. Im zarten Alter von 20 Jahren trat der Landesherr das Erbe seines Vaters an und übernahm die Regierung. Wer einen Blick auf den Grafen werfen möchte, kann das 100-jährige Wandbild an der Ecke Lange Straße/ Kurwickstraße bestaunen. Seit 1921 ist das Oldenburger Schloss Teil des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte. Ein Turmzimmer, ein blauer, roter und grüner Salon, ein Marmorsaal und der Thronsaal – viele der historischen Räume im Schloss sind bis heute erhalten. Hier könnt Ihr einen virtuellen Rundgang durch das Oldenburger Schloss erleben.

Fachwerk neben Gotik: Die Lange Straße an der Lamberti-Kirche

Wo heute Birkenstocks über die Ladentheke wandern, handelte um 1611 die Kaufmannsfamilie Degode mit ihren Waren. 

Mit ihren fünf Türmen ragt die Lamberti-Kirche zwischen Rathaus, Schloss und Kaufhaus hervor. Auch im Jahre 1611 prägten die blauen Spitzen das Stadtbild. Zwischen 1377 und 1531 wurde das Gotteshaus von einer Saalkirche zu einer gewölbten gotischen Hallenkirche umgebaut. Doch leider verfiel das Gebäude immer weiter. Jahre später, um 1795, wurde die Kirche bis auf die Außenmauern abgerissen und neu aufgebaut.

Im rechten Teil des Fotos von 1611 ist das prächtige Degode-Haus zu sehen. Benannt nach einer Kaufmannsfamilie springt die markante Dachkonstruktion und das gelbe Fachwerk mit den Verzierungen noch heute ins Auge. Im Inneren gibt’s derweil nicht nur Birkenstocks zu sehen. Wer den hinteren Ladenteil betritt, kann noch heute die aufwendig bemalte Holzdecke bestaunen – ein Blick ins Haus lohnt sich!

Bremen gestern und heute

Auch in der Hansestadt Bremen haben wir uns mit historischen Bilder aufgemacht, um den Wandel der Hansestadt in Bildern einzufangen. Hier geht’s zu Teil 1, Teil 2 und Teil 3 der nordbuzz-Serie Bremen gestern und heute.

Weitere Fotostrecken von Partys, Märkten, Messen und vielem mehr findet Ihr in unserer Mediengalerie.

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