Für bedenkenloses Brutzeln in Bremen

Der nordbuzz-Grill-Guide

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Kleine Grills machen mobil.

Osterdeich, Werdersee, Garten und Balkon – die Klassiker unter den Grillspots in Bremen. Kaum steigen die Temperaturen, folgt der Mensch als Rudeltier seinem Instinkt: Es ist Zeit anzugrillen. Wo ist es am schönsten, was ist laut der Stadt Bremen zu beachten, was geht, was nicht?

Sobald die Sonne scheint, verwandeln Freunde und Familien die Bremer Grünflächen in bunte BBQ- und Picknick-Oasen. Doch zuletzt wurden immer wieder Verbote diskutiert. Viele Grillmeister machen sich keine Gedanken über die Auswirkungen für Mensch und Natur – und letztendlich das eigene Portemonnaie. nordbuzz hat Tipps, damit das ultimative Grill-Vergnügen mit Bier, Bratwurst und Gemüse nicht zur Bußgeld-Falle wird. Denn die Kohle soll den Grill erhitzen und nicht die Gemüter.

Zu Hause grillen, weniger transportieren.

Balkonien: Grillen daheim ist für viele am naheliegendsten. Ohne Lebensmittel und Grill-Equipment lange zu schleppen, lassen sich so zu Hause im Freien Grillfeste feiern. Das ist grundsätzlich gestattet – wenn nicht anders im Mietvertrag vermerkt. Dabei dürfen jedoch niemals Nachbarn mit Qualm belästigt werden. Andernfalls drohen Geldbußen. Tipp: Elektrogrill nutzen und die Windrichtung beachten. Die beste Taktik: Einfach die Nachbarn zum Grillfest einladen.

Öffentliche Grünanlagen: Generell gilt: Wenn nicht ausgewiesen, darf mit adäquatem Gerät gegrillt werden. Wegen der Beschädigungs- und Brandgefahr jedoch nicht mit Einweggrills und niemals in Wald-, Natur- und Landschaftsschutzgebieten (Bußgeldgefahr!). Aufgrund von Umweltbelastung durch zugemüllte Wiesen und falsche Anwendung kam es zur Einführung von drei ausgewiesenen Grillplätzen am Werdersee und der Fläche hinter der DLRG-Station. Anderswo ist das Grillen dort nicht mehr gestattet.

Ob Wurst, ob vegetarisch: Grillen ist Wissen- und Leidenschaft.

Am Osterdeich ist es noch nicht so weit, doch auch dort drohen wegen rücksichtsloser Grillgesellschaften Verbote. Daher gilt: Unbedingt auf das Wohl von Natur und Mitmenschen achten. Müll in Abfallbehältern und Kohle in Metallcontainern entsorgen (vorher löschen, nicht vergraben), Lärm reduzieren. Im eigenen Interesse sollte Rücksicht genommen werden, sonst kann es schnell zappenduster am Grill werden. Der Osterdeich steht unter Beobachtung der Behörden. Wer geschickt einkauft und Geschirr von zu Hause verwendet, kann sich und anderen Müllberge sparen. Die Initiative „Zu schade für die Tonne“ des Bundeswirtschaftsministeriums hat berechnet, dass 200 bis 300 Gramm Fleisch pro Kopf zum satt werden reichen.

Läuft: Gebrutzelt werden kann am Unisee (Horn-Lehe), am Werdersee (Neustadt), am Sodenmattsee (Huchting), am Achterdieksee (Oberneuland), am Feldmarksee (Walle), am Bultensee (Osterholz) und am Rablinghauser Weseruferpark – teilweise (nur) an ausgewiesenen Grillplätzen (Beschilderung beachten). Auch im Neustadtpark und der Parkanlage am Weserwehr gibt es keine Probleme.

Tabu: Da der Bürgerpark nicht der Stadt gehört, ist grillen hier ein No go. Das gilt auch für die Wallanlagen, die unter Denkmalschutz stehen.

Blick übern Tellerrand: Grillschule Bremen.

Und sonst so? Grillen geht übrigens auch an Bord. Die Hal Över-Rederei bietet zweieinhalbstündige Grillfahrten mit dem Schiff durch die Bremer Häfen und auf der Unterweser an. Wer noch Nachhilfe braucht, sollte es bei der Grillschule Bremen, Riensberger Straße 72a, versuchen (die gibt es wirklich!). Das Wissen und die Leidenschaft des Grillens werden dabei als Grundkurs, Motto-Wunsch-Workshop (American, BBQ oder Oktoberfest, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt) oder auch auf der eigenen Terrasse vermittelt.

Die wohl bekannteste Grillparty der Stadt ist „Tanzen, Grillen, Trinken, Chillen“. Bis September legen einmal im Monat am Sonntag namenhafte Elektro-DJs im Schuppen 2, Hoernecke Str. 23, in der Überseestadt auf. Abseits der Tanzfläche stehen Grills und Kohle bereit, auf denen Ihr eigenes Grillgut zubereiten könnt. Im wöchentlichen Turnus wird beim „Aladin Mittwoch“ gebrutzelt – Motto: „Grillen & Chillen“.

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