Das taugen die Attraktionen

Apollo 13 & Co.: Der neue heiße Scheiß auf dem Freimarkt

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Apollo 13: Der Kick für Adrenalin-Junkies auf dem Bremer Freimarkt.

Presserundgang auf dem Bremer Freimarkt – hier werden die neuen Attraktionen des Volksfestes vorgestellt. Der neue heiße Scheiß 2016: „Apollo 13“, „Fuzzys Lachsaloon“ und „Go-Kart-Sport“. Wir sind für Euch eingestiegen und verraten Euch, was die neuen Attraktionen taugen.

Apollo 13: 55 Meter hoch, 120 km/h schnell, mit Überschlag – bockstark!

Vorneweg: Apollo 13, erstmalig auf dem Bremer Freimarkt am Start, macht zunächst mächtig Eindruck. Der Giant Booster ist 55 Meter hoch, 120 km/h schnell und es geht über Kopf. Bei uns in der Redaktion haben alle Kollegen gekniffen, also muss ich selbst ran. Macht aber nix, denn ich bin ein großer Fan von sogenannten Thrill-Rides. Das gilt allerdings für die Attraktionen in Freizeitparks. Auf der Kirmes werden diese Geräte auf- und wieder abgebaut, ehe es in die nächste Stadt geht – da fällt es mir grundsätzlich schwer, Vertrauen zu entwickeln. Ja, ich weiß, der TÜV nimmt alles ab, aber hey: Man kann doch mal was übersehen.

Egal, rein in Apollo 13, ehe das futuristisch anmutende Vehikel ohne mich abhebt. Erster Eindruck: 55 Meter sind tatsächlich gruselig hoch. Dann geht's aber auch schon los und der Ritt ist deutlich weniger schlimm als zunächst angenommen. Die unterschwellige Sorge, abzustürzen zu können, ist schnell vergessen. Apollo drückt mich in den Sitz und wieder heraus, der Überschlag macht zusätzlich Spaß. Kurzum: Apollo 13 bockt! Action-Freunde kommen hier gewiss auf Ihre Kosten. Für sechs Euro werdet Ihr drei Minuten mit bis zu fünf G durch die Luft geschleudert. Bevor ich hier aber unnötig ausschweife, schaut Euch doch einfach das Video an.

Fuzzy's Lachsaloon: Nur für Kids ein Kracher

Ganz neu in diesem Jahr auf der Bürgerweide: Fuzzy's Lachsaloon, ein Laufgeschäft über fünf Etagen. Überall wackelt irgendwas, der Boden bewegt sich, Hindernisse versperren den Weg oder es muss geklettert werden. Das macht einen Riesenspaß. Zumindest dann, wenn man noch in die Grundschule geht. Denn für Erwachsene ist das nix, das größte transportable Funhouse Deutschlands. Ist aber auch egal, schließlich will der Nachwuchs auch bespaßt werden. Und das klappt spätestens dann, wenn die oberste Etage erreicht ist. Denn runter geht es entweder in der Rutsche, oder, wer sich schon mal auf die Karussells für die Ü14-Generation vorbereiten möchte, im freien Fall über acht Meter. Mit 4 Euro pro Nase seid Ihr dabei.

Go-Kart-Sport: Die Runden auf dem holprigen Holzboden sind leider lame

Zugegeben, so richtig neu ist die dreistöckige Go-Kart-Bahn auf dem Freimarkt nicht, aber nach neun Jahren feiert sie ihr Comeback in Bremen. Erster Eindruck: Sieht ganz schön mitgenommen aus – kein Wunder bei einer transportablen Bahn. Go-Kart-Fahren macht mir eigentlich großen Spaß, aber die Runden auf dem holprigen Holzboden sind leider lame. Während der kompletten Fahrt konnte ich das Gaspedal durchdrücken, ohne Gefahr zu laufen, aus der Kurve zu fliegen. Bremsen ist einfach nicht nötig und dementsprechend anspruchslos ist das Fahrvergnügen. Womöglich darf man das auf einer Kirmes aber auch nicht erwarten, und wenn die Bahn richtig voll und das Racing-Niveau der Mitstreiter mies ist, besteht die Hoffnung, dass so ein Rennen wohl auch rasanter ablaufen könnte.

Schnaps ist übrigens keine Option. Das Fahren unter Alkoholeinfluss ist strengstens verboten und nach Angaben des Betreibers werden regelmäßig Stichproben durchgeführt. Kein Scheiß: Es gibt einen Alkoholtester, und er wird benutzt. Fazit: Für 5 Euro kommen Go-Kart-Fans nur sehr bedingt auf ihre Kosten.

Falls Ihr Euch schon immer gefragt habt, wie es aussieht, ein Eis in der Achterbahn zu Essen: Hier könnt Ihr zuschauen, ohne Euch selbst einzusauen.
Und hier geht‘s zur Übersicht aller nordbuzz-Selbstversuche.

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