nordbuzz lädt zum Kaffeekränzchen

Fluffig, sahnig, fruchtig: Die besten Kuchen der Region

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Süß, aber nicht zu süß, schön bissfest, insgesamt eine runde Sache.

Kaffee und Kuchen, so scheint, es sind auch bei jüngeren Leuten wieder schwer angesagt. Doch wo wird der beste Kuchen der Region serviert? Wir möchten Euch unsere persönlichen Favoriten nicht vorenthalten.

Kaffeekränzchen mit Meerblick: Das Kurhaus in Dangast

Mein Favorit: der Rhabarber-Baiser-Kuchen im Kurhaus in Dangast.

Für mich geht Kuchen wirklich immer – Nachtischmagen halt. Mein Favorit ist die perfekte Mischung aus süß und sauer: der Rhabarber-Baiser-Kuchen im Kurhaus in Dangast. Für schlappe 1,70 Euro gibt’s hier den hausgemachten und meistens noch warmen (!) Blechkuchen in gemütlicher Wohnzimmer-Atmosphäre inklusive Blick aufs Meer. Da freut sich auch immer das Küstenkind in mir, denn die leckeren Kohlenhydrate können gleich beim Spaziergang am Deich wieder abtrainiert werden. Einziges Manko: gerade am Wochenende kann es beim Kurhaus schon mal sehr voll werden. Dann lieber früh da sein, bevor der Kuchen ausverkauft ist.

Adresse: An der Rennweide 46 26316 Varel
Öffnungszeiten: Freitag bis Sonntag und Feiertags von 9 bis 19 Uhr
Jasmin Martens, Redakteurin

Ein „amtliches“ Stück Kuchen

Selbstgebackener Käsekuchen im Amt. 

Mit etwas Glück backt Arndt Forquignon gerade seinen köstlichen Obstkuchen, wenn Ihr ihn besucht. Dann duftet es im ganzen Amt, so, als hätte Oma gerade ihren Backofen geöffnet. Es geht doch nichts über ein selbstgebackenes Stück der süßen Köstlichkeit. Moment, wo duftet es? Im Amt? Ganz genau, denn so heißt das kleine Café, das selbst viele alteingesessene Bremer nicht auf dem Schirm haben. Kein Wunder, liegt es doch ganz versteckt an der Wandschneiderstraße zwischen Lloydhof und Brill-Kreuzung. Das besondere an der Location: Ihr esst Euren Kuchen inmitten von alten Schreibmaschinen, Telefonen mit Wählscheibe, Stempelhaltern und all dem, was in eine gute, alte Amtstube so hineingehört. Nur der Kuchen, der ist nicht alt. Eine große Auswahl gibt es deswegen auch nicht, bei meinem letzten Besuch gab es Käsekuchen. Aber das macht nichts, denn das, was da ist, ist immer lecker. Von Hand gemacht eben, und das schmeckt man. Und auch beim Kaffee werdet Ihr gleich herausschmecken, dass Arndt sein Handwerk versteht. Die Öffnungszeiten sind übrigens variabel: dienstags bis samstags von 10.30 bis 18 Uhr, wenn es draußen warm ist, nur bis 14.30 Uhr, bei schlechtem Wetter auch länger. Am besten, ihr schaut einfach, ob die kleine Fahne im ersten Stock schräg über dem Eingang gehisst ist; dann ist offen.

Adresse: Wandschneinderstraße 6, 28195 Bremen
Lars Kattner, Redakteur

Mit Baiser und Goldrand: Konditorei Schlüter

Meine Wahl am letzten Sonntag: Himbeerkuchen.

Die kleine Konditorei ist von außen zwar recht unscheinbar, aber die Neustädter wissen, dass sie hier die besten Kuchen und Torten des Viertels bekommen. Schnickschnack gibt es nicht. Genau deshalb ist der kleine Laden so beliebt. Konditormeister Guido Schlüter backt klassische Torten und Kuchen mit Biskuit, Baiser, Buttercreme und Sahne. Niemand käme hier auf die Idee nach einer Soja-Latte oder glutenfreiem Raw Cake zur fragen. 
Die Stücke sind so groß, dass man in anderen Cafés zwei daraus machen würde, und schmecken sagenhaft. Kostenlos zum Kuchen gibt es eine kleine Zeitreise. Denn die Räume sind charmant altmodisch eingerichtet. Zum Tee gibt es Kluntjes und Zucker kommt aus einer Zuckerdose mit kleinen Blümchen und Goldrand. Einfach ein bisschen aus der Zeit gefallen.
Tipp: Nicht zu spät vorbeischauen, sonst sind die besten Stücke weg.

Adresse: Kornstraße 66, 28201 Bremen
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Samstag: 11.00 - 17.00 Uhr, Sonntag: 14 – 17 Uhr
Anne Beny, Redakteurin

Wer Apfelstrudel mag, muss bei Knigge haltmachen

Der beste Apfelstrudel Bremens kommt von Knigge.

Ich mag`s gerne traditionell, auch beim Kuchen. Ich würde mich zwar nicht gerade als Kuchen-Fan bezeichnen, aber was wirklich immer gut geht, ist Apfelstrudel. Der beste Bremens – da lege ich mich fest – wird im Café Knigge nach Art des Hauses mitten in der City serviert. Preis: 5,40 Euro. Die Kombination aus zartem Gebäck, Äpfeln (klar), viel Sahne und Vanilleeis verschmilzt zu einem fantastischen Genuss. Ernsthaft: Wer Apfelstrudel mag, muss bei Knigge haltmachen.
An alle, die jetzt denken: „Och nöö, Apfelstrudel ...“ – entspannt Euch. Die Auswahl an unterschiedlichen Kuchen und Torten in der Konditorei Knigge ist beinahe absurd groß – da sollte wirklich für jeden etwas dabei sein. Kein Wunder also, dass der Laden regelmäßig mehr als gut besucht ist. Ein zusätzliches Plus ist übrigens der großzügige Außenbereich: Wer mit dem klassischen Kaffeehaus-Ambiente nix anfangen kann, lümmelt sich einfach in die Sonne (sofern sie scheint). Lasst es Euch schmecken!  

Adresse: Sögestraße 42/44, 28195 Bremen
Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 9.30 bis 18 Uhr und sonntags 11 bis 18 Uhr

Timo Strömer, Leitender Redakteur

Coffee Corner – Kuchen auf Augenhöhe mit dem Eck

Süß, aber nicht zu süß, schön bissfest, insgesamt eine runde Sache.

Mit dem Epizentrum des Viertels auf Augenhöhe. Zu jeder Jahres- und fast jeder Tageszeit: Das ist die „Coffee Corner“, die ein Viertel der Sielwallkreuzung ausmacht. Die riesige, runde Fensterfront wirft reichlich Licht auf das hippe, helle Interieur und bietet wie eh und je beste Sicht auf das Treiben da draußen am Eck. Seit der kürzlichen Erweiterung um die „Bistro Corner“ per Durchbruch zum Nachbarladen, reicht die Aussicht auch im Innern ein Stück weiter. Und dann gibt es da noch eine Empore und den Außenbereich vor dem Skateshop Titus. 
Ein uraltes Konzept nennt sich „Kaffee und Kuchen“, klar also, dass diese „Kaffee Ecke“ auch reichlich Kuchen führt. Und was für welchen! Nach Durchsicht der reichhaltig gefüllten Glasvitrine mit aberwitzigen Kreationen, fällt die Auswahl auf einen eher bodenständigen, veganen Karotten-Zartbitter-Schokokuchen mit Mandelsplittern. Der versteckt sich ganz hinten in der Auslage und weckt allein schon deshalb Neugier. Das Stück zu 3,50 kommt an einem warmen Tag erstaunlich erfrischend daher und hält auch sonst das Versprechen, das im Subtext der Lokalität mit schwingt. Süß, aber nicht zu süß, schön bissfest, insgesamt eine runde Sache. Davor, dazu oder danach gibt es weitere Süßigkeiten, Kaffee, Säfte, Crêpes, Bagels, Tapas, Salate, Galettes, Wein, Bier und vieles mehr. Der, wenn man so will, einzige Haken: Die „Coffee Corner“ ist ein einziges Schaufenster – von beiden Seiten. Während man nach draußen guckt, wird von dort zurück geguckt. Besonders gern von den an den Ampeln Wartenden. Also nichts für die Kuchen-Verköstigung mit Verfolgungswahn.

Adresse: Osterttorsteinweg 1, 28203 Bremen
Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch von 7.30 bis 19 Uhr,  Donnerstag und Freitag von 7.30 bis 22Uhr, Samstag von 9 bis 22 Uhr und sonntags von 10 bis 18 Uhr
Joschka Schmitt, Redakteur


Eine Sache noch: Es handelt es sich in diesem Text um subjektive Eindrücke. Ihr habt andere Favoriten? Her damit, nutzt doch einfach die Kommentarfunktion.

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