From Disco to Disco

Club-Hopping in Oldenburg: Der nordbuzz-Party-Wegweiser

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Ob unter oder zum Ende der Woche – in Oldenburg kann man ordentlich feiern! An besonders wilden Abenden in der Fahrradcity fällt auf, wie praktisch kleine Städte sein können, wenn es um Club-Hopping geht. Folgende fünf Locations liegen besonders dicht beieinander und eigenen sich daher perfekt für das Wechseln von Party zu Party.

Polyester: Klein, übersichtlich, nicht zu teuer

Das Polyester

Auf geht's: Gegenüber vom Horst-Janssen-Museum ist das Polyester. Das Poly will nicht Mainstream sein – diesem Grundsatz entsprechend, wird hier seit 2005 getanzt, geredet, geliebt, gefeiert. Der Club erstrahlt in psychedelischen 70’s-Mustern und dazu passenden Farbkombinationen: Gelb-braune Sessel zum Chillen, gelb-braune Tapete an den Wänden. Die Bar ist klein, übersichtlich, nicht zu teuer und zieht daher vor allem viele Studenten an. Eine Grenze bei der Wahl des Publikums wird aber nicht gezogen. Das Polyester hat es sich zum Ziel gemacht, alle zwischen 18 und 80 Jahren anzusprechen. Dafür wird auch ordentlich was geboten: Neben dem üblichen Clubgetanze finden im Poly wöchentlich Konzerte und verschiedenste Kulturveranstaltungen statt. Die Tanzmusik reicht übrigens von Elektro-Swing bis hin zu Balkan-Beats – jede Woche neue Sounds! Das Poly überrascht jedes Mal wieder mit der Vielfalt an Leuten, die der Club an die Turntables bekommt und mit noch ausgefalleneren Flyer-Designs. Gefällt die Musik gerade nicht, geht es an den Kicker. Oder man wechselt den Club…

umBAUbar: Der Name ist Programm

Die umBAUbar

…und geht in die umBAUbar am Stau. Das ist direkt gegenüber vom kleinen Oldenburger Hafen. Die umBAUbar ist mit zwei Etagen wesentlich größer als das Polyester und bietet somit ebenfalls ausreichend Platz für Veranstaltungen abseits des klassischen Disco-Betriebs. Auch hier finden regelmäßig Konzerte und andere Kultur-Events statt. Dass die umBAUbar ihren Namen trägt, kommt derweil nicht von Ungefähr: Der Club versteht sich selbst als ewige Baustelle und ist immer im Begriff umzuziehen. Kein Scherz: Seit sieben Jahren werden die Locations nun schon regelmäßig gewechselt und gebaut, was das Zeug hält. Der aktuelle Standort ist der sechste und befindet sich in einer alten Segelmacherei. Im ersten Stock ist übrigens Rauchverbot, im zweiten qualmt es dafür umso mehr. Vom „Bau“ ist hier aber nichts mehr zu erkennen. Die Möbel im oberen Raucherbereich sind im 50er-Jahre-Stil gehalten, inklusive dekorativen Kordeln und übergemütlichen Ohrenbackensesseln. Auf beiden Etagen werden Getränke serviert. Immer gut: Der Drink des Monats. Im Juni gab es beispielsweise Vodka Michel, also Melonenlimonade mit Russisch-Schuss –lecker! Was fehlt noch? Ach ja, die Musik. Zumeist wird ein guter Mix aus Hip Hop, Electro und Pop gespielt. Wer nicht tanzen will, kann kickern. Danach kann man immer noch weiterziehen zur…

…Metro: Ab in in den Untergrund

Das Metro

Dazu muss man die Location aber erst mal finden! Das ist bei der Metro gar nicht so leicht, denn sie befindet sich, wie jede andere U-Bahn auch, unter der Erde. Im Kellergeschoss eines Friseursalons in der Achternstraße ist der Club ganz und gar auf Untergrundbahn getrimmt. Sogar die Getränkekarten sind im Stil eines Fahrplans gestaltet. Im Club selbst kann zwischen verschiedenen Stationen gewechselt werden: Dancefloor eins, zwei und drei. Auf drei Stockwerken verteilt, wird so vor allem zu Techno/Electro und Indie/Alternative getanzt. Und das kann man hier umso wilder, weil es in der Metro weitaus dunkler ist als in anderen Oldenburger Clubs. Laut Betreiber soll es daher sogar schon einige Male vorgekommen sein, dass Gäste die beiden oberen Stockwerke gar nicht erst bemerkt haben. Wenn Euch das passieren sollte, verpasst Ihr etwas! Also Augen auf, auch wenn gerade Nebelmaschinen-Time ist. Wir nehmen jetzt die nächste Station, das…

…Amadeus: Vor allem mittwochs Anlaufpunkt Nummer Eins

Das Amadeus

Im Amadeus Tanzspeicher (Mottenstraße 21) habt Ihr den perfekten Blick auf die tanzende Meute, denn die zweite Etage des Clubs bildet eine Art Balkon über dem enormen DJ-Pult am Rande des großen Dancefloors. Während die Masse unten tobt, kann oben abgeschätzt werden: Gehe ich runter tanzen oder will ich lieber noch eine Runde kickern? Die Musik im Ama ist unterdessen sehr abwechslungsreich – Abend für Abend wird sich entweder Electro, Techno, Hip Hop, oder Rock hingegeben. Bei der Party-Reihe „Zirkus Willenlos“ gibt es sogar Konfetti satt, das zu Electro-Swing-Sounds nach Belieben im Raum verteilt werden kann. Das macht Spaß! Vor allem mittwochs ist das Amadeus übrigens Anlaufpunkt Nummer Eins: In der Uni Nacht gibt es freien Eintritt und die Vorfreude auf das nahende Wochenende lässt sich schon mal erfühlen. Ob nun Mittwoch oder nicht, von der Mottenstraße ist es nicht weit bis zum…

…Cubes: Dancen und Cocktails schlürfen

Das Cubes

Das Cubes befindet sich ebenfalls mitten im Stadtkern, in der Baumgartenstraße. Auch hier wird mittwochs Bergfest gefeiert, allerdings immer nur am Ersten des Monats. Vor allem aktuelle Charts gibt's hier auf die Ohren – Fans von Jason Derulo, Rihanna und Co. kommen besonders auf ihre Kosten. Zum Feiern könnt Ihr Euch über eine Treppe auf einen Dancefloor begeben, der ein wenig in den Boden eingelassen ist. Alternativ wählt Ihr einfach eine der beiden anderen Areas – Platz zum Dancen ist jedenfalls ausreichend vorhanden. Die Auswahl an Cocktails ist im Cubes indes größer als sonst wo in Oldenburger Clubs, so könnt Ihr es Euch im Bistro beim Schlürfen eines Piña Colada gemütlich machen. So kann die Club-Hopping-Nacht in Oldenburg dann mehr als zufriedengestellt enden – oder Ihr dreht noch eine Runde...

Von Sophie Labitzke

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