Fünf Kugeln, fünf Meinungen

Bremens bestes Eis: Die Favoriten der nordbuzz-Redaktion

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Wo gibt es das beste Eis Bremens? Da gehen die Meinungen weit auseinander, zumal jeder seinen eigenen Geschmack hat, klar. So auch bei uns in der Redaktion, dennoch möchten wir Euch unsere persönlichen Favoriten nicht vorenthalten: Fünf nordbuzz-Redakteure, fünf Eisdielen, fünf Meinungen.

Mini Eiscafé Mario: Wenn schon Kaloriengranate, dann bitte mit Geschmacksexplosion

Eis – eine gute Sache, klar, aber für die x-beliebige Variante ist mir mein Körper zu schade. Warum? Weil ich mit Mitte 30 zusehends auf meinen Bauch achten sollte – ernsthaft! Deswegen muss es für mich die Premium-Version sein. Wenn schon Kaloriengranate, dann bitte mit Geschmacksexplosion – und die ist im Mini Eiscafé Mario im Schnoor (Stavendamm 11) garantiert. Seit neun Jahren wird hier Eis aus eigener Herstellung serviert. Ernst zu nehmende Konkurrenz gibt es (aus meiner Sicht) keine in Bremen. Die Kugel kostet 1 Euro, ist überaus cremig, zergeht auf der Zunge und ist sortenunabhängig ein kalter Genuss. Bemerkenswert ist zudem, dass bei Mario ohne Zusätze gearbeitet wird. Heißt: In einem Bananeneis ist auch wirklich Banane drin und kein Geschmacksverstärker oder Ähnliches. Der Top-Seller der aktuellen Saison ist übrigens Joghurt-Holunder – schmeckt tatsächlich sehr gut. Ich persönliche präferiere aber die Klassiker Schoko und Vanille. Ein Tipp noch: Marios Zimt-Eis mischt geschmacklich ebenfalls ganz weit vorne mit.

Timo Strömer, Leitender Redakteur

Gelateria Tiziano: Die letzte Zitrone der Neustadt

Wenn es um Eis geht, sind vor allem zwei Dinge entscheidend. Der zweitwichtigste Aspekt: Die Eisdiele muss lange auf haben. Bock auf ein Eis bekomme ich vorrangig frühestens ab 22 Uhr, was das Feld der infrage kommenden Dealer von vornherein enorm lichtet. Der wichtigste Aspekt indes ist mit einem Wort zusammenzufassen: Zitrone. Die einzige Eissorte, die immer geht und vermutlich auch die, bei der man am meisten falsch machen kann. Für viele Eisläden wird das schnell zum persönlichen Waterloo. Richtig gut kriegt das Tiziano in der Neustadt hin.

Da führt für mich jetzt eh nicht unbedingt ein Weg dran vorbei, sollte ich Lust auf ein Eis bekommen. Der Laden in der Pappelstraße lässt mich nämlich auch noch bis 23 Uhr rein. Wie es mit anderen Eissorten so aussieht, habe ich übrigens auch mal gecheckt. So sehr Zitronen-Fanatiker bin ich dann auch nicht. Mein Tipp: Das Erdnusseis, wie alle anderen Sorten natürlich hausgemacht, ist klasse. Wer es ausgefallener mag, wird auch fündig. Kreativ aber nicht völlig absurd abgehoben: Cheesecake Mango. Über Zitrone geht aber nichts.

Tobias Picker, Redakteur

Das Eislabor: Absurditäten & Klassiker

Ich bin kein großer Fan von Eiscafés. Denn Eis esse ich am liebsten dann, wenn es draußen richtig kalt und diesig ist. Gemütlich mit einer dicken Decke und meiner Lieblingsserie. Wenn ich mich im Sommer doch mal von enthusiastischen Freunden zu einer Eisdiele schleifen lasse, trinke ich lieber einen Kaffee. Der macht wenigstens wach, statt dick. Höchstens besonders absurd klingende Eissorten bewegen mich ab und an dazu, außer Haus eine Kugel zu probieren. Das Eislabor im Viertel ist dafür genau die richtige Adresse. Hier muss ich mich nicht lange mit dem Eisverzehr aufhalten, sondern kann mir eine besonders spannende Sorte herauspicken und mit der Waffel auf der Hand zu meinem eigentlichen Ziel weitergehen. In dieser Woche fiel meine Wahl auf die Sorte „Himbeere-Ziege“. Schmeckt fruchtig nach Himbeere und im Abgang ganz leicht nach mildem Ziegenkäse. Klingt eklig, passt aber tatsächlich total gut zusammen. Für Zartbesaitete gibt’s natürlich auch Klassiker wie Vanille, Erdbeere und Schokolade. Aber traut Euch doch mal was Ihr Eis-Fanatiker!

Anne Beny, Redakteurin

Ein Traum in Eis 

In der Waffel? Im Becher? Alles quatsch! Wenn Ihr schon mal auf Sizilien geurlaubt habt, werdet Ihr wissen: Eis gehört natürlich in großen Mengen per Spachtel in ein Milchbrötchen geschmiert. Das ganze nennt sich Brioche, hat gefühlte 3000 Kalorien und ist köstlich. Problem: Hab ich in Bremen noch nirgends gefunden. Richtig gutes, italienisches Eis dafür schon. Und zwar bei Eis Molin an der Wachmannstraße in Schwachhausen. Warum das Eis da so lecker schmeckt, kann ich gar nicht genau sagen. Es wird aber wohl mit dem alten Familienrezept zusammenhängen, das natürlich nicht verraten wird. Ist aber auch nicht wichtig, die Klassiker-Combo Schoko/Vanille ist ein Traum. Ein Traum in Eis. Auch ohne Brötchen. Übrigens: Weitere Filialen findet Ihr in an der Gröpelinger Heerstraße 159 und der Rockwinkeler Heerstraße 14.

Lars Kattner, Redakteur

Ferrari – Der Eis-Dealer meines Vertrauens im Viertel

Der Eis-Dealer meines Vertrauens ist Ferrari im Viertel. Als Nachfahre der italienischen Chiamulera-Dynastie, die 1902 Bremens erste Eisfabrik gründete, ist die Gelateria wohl die traditionsreichste der Stadt. Sie liegt direkt an der Haltestelle Brunnenstraße, Vor dem Steintor 110. Es gibt das Eiscafé seit ich denken kann und schon als Kind habe ich dort gute Erfahrungen gemacht. Heute lädt mich Ferrari dazu ein, beim Schlendern durchs Viertel ein bisschen Sommer mit auf die Hand zu nehmen. Oder auch vom Straßencafé aus das bunte Treiben zu beobachten. Im übrigen gibt es auch einen kleinen Hinterhof, der im Grünen zum Abschalten animiert. Beim jüngsten Besuch habe ich mich von den exotischen Sorten „Drachenfrucht“ und „Saure Apfelringe“ überraschen lassen. Worüber bei mir nicht diskutiert wird ist „Zitrone“, das muss immer mit. Alle drei Geschmacksrichtungen wussten zu überzeugen, sodass ich auch beim nächsten Mal gerne wieder bei Ferrari anhalte.

Joschka Schmitt, Redakteur

Eine Sache noch: Es handelt es sich in diesem Text um subjektive Eindrücke. Ihr habt andere Favoriten? Her damit, nutzt doch einfach die Kommentarfunktion.

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