Die Top-Adressen der Hansestadt

Mehr als Bulette im Brötchen: Bremens beste Burger

+

Wo wird der beste Burger Bremens serviert? Da gehen die Meinungen weit auseinander, zumal jeder seinen eigenen Geschmack hat, klar. So auch bei uns in der Redaktion. Dennoch möchten wir Euch unsere persönlichen Favoriten nicht vorenthalten: Fünf nordbuzz-Redakteure, fünf Burger, fünf Meinungen.

Der Q1 Burger 2.0: Auf die Sekunde genau gebraten

Ihr seid auf der Suche nach dem ultimativen Burger in Bremen? Dann lasst Euch nicht bequatschen, macht keine Kompromisse, sondern geht einfach direkt ins Q1 an der Queerenstraße in der Innenstadt. Dort erwartet Euch das ultimative Geschmackserlebnis. Wenn Ihr so wie ich auf klassische Burger ohne viel Brimborium steht, dann ist der „Q1 Burger 2.0“ genau das richtige. Auf Wunsch wird Euch die satte Portion von 220 Gramm Jungbullenfleisch gerne durchgebraten. Noch saftiger und leckerer aber wird es, wenn Ihr die Medium-Variante bestellt. Und keine Angst, die Chefs in der Küche wissen genau, was sie tun. Das Fleisch ist in der Mitte nur ganz leicht rosa, also auf die Sekunde genau gebraten. 

In Verbindung mit den gerösteten Zwiebeln, dem zerlaufenen Käse, den Tomaten und dem Salat ergibt sich zwischen den dünnen, leicht gerösteten Brötchenhälften ein echtes kulinarisches Highlight. Weil auch die Soßen nur sparsam eingesetzt werden, könnt Ihr jede Zutat einzeln herausschmecken. Und obwohl ich eigentlich der Meinung bin, dass wirklich jedes Gericht durch Zugabe von extra Käse und Bacon verfeinert werden kann, würde ich beim Q1 Burger sagen: Das tut nicht Not, besser kann es eigentlich nicht mehr werden! Natürlich ist der ganze Spaß mit 15,50 Euro nicht ganz billig, aber dafür gibt es auch noch die Steak-Fries, die sich ebenfalls vor keinem Kritiker verstecken müssen. 

Lars Kattner, Redakteur


Der kleine Gatsby: Ein Genre-Burger

Wäre der Burger von Gatsby in der Neustadt ein Film, so wäre er so etwas wie „Vom Winde verweht“: Betont traditionsbewusst, unkompliziert, etwas schrullig und hoffnungslos romantisch. Das macht ihn zu einer Art Genre-Burger und zum einzigen in Bremen, der es schafft, den Gedanken des klassischen Diner-Sandwich vernünftig in die moderne Burger-Kultur zu retten. Aber: Ein Genre-Werk ist unweigerlich an Bedingungen geknüpft - das ist im Action-Kino nicht anders als beim Burger-Brater - damit muss man rechnen. Etwa damit, dass das Fleisch durchgebraten serviert wird, sofern nicht anders verlangt. Geschmacklich dominiert eine kräftige Grillnote – auch das muss man mögen – denn der Gatsby-Burger wird über Holzkohle gebrutzelt. 

Das wird vor allem dann interessant, wenn mit dem wählbaren Brioche-Brötchen ein leicht süßer Gegenschuss gedreht wird. So viel jedenfalls steht fest: So einen atmosphärisch dichten Burger wird man in der ganzen Stadt kein zweites Mal finden, auch wenn er in vielen Punkten gegen den Trend geht, auf bewährte Traditionen beharrt, ohne aufgesetzten Glamour – eben so wie es sich für ein Genre-Werk gehört. Komisch, der Gatsby-Burger aus Bremen ist damit so ganz anders als sein mutmaßlicher Namenspatron aus Hollywood… eher ein kleiner Gatsby für kleines Geld - ab 5,80 Euro. Preis-Leistung: Top. Happy End.

Tobias Picker, Redakteur


Rock & Wurst: Der Beste für Vegetarier

Burger-Fan und Vegetarier in Personalunion? Geht das wirklich zusammen? Aber natürlich! Zumindest in meiner absoluten Lieblings-Burger-Braterei, im Rock & Wurst am Dobben 35. Denn dort gibt es nicht nur den Classic Burger, den Bacon BBQ Burger oder den Pulled Pork Burger (von allen drei sind meine Fleischfresser-Freunde übrigens total überzeugt), sondern eben auch eine vegetarische und sogar eine vegane Variante. Und das Allerbeste: Die wechselnden Special-Angebote, die an der Extra-Tafel angeschrieben sind, werden Euch auf Wunsch ebenfalls als fleischlose Version serviert. Was Ihr dann auf Eurem Teller findet, ist weder labberig noch geschmacklos, sondern ganz einfach: Der beste vegetarische Burger Bremens. 

Ihr liebt es, wenn sich das mit Körnern versetzte Brötchen mit verschiedensten Saucen vollsaugt? Dann macht einen Gang zur Saucen- und Gewürzbar und bedient Euch zusätzlich dort. Der Vegan Burger kostet im Menu mit den hausgemachten Rockfritten und einem kleinen Schüsselchen Cole Slaw (schmeckt überragend) 13 Euro. Ein Preis, der absolut angemessen ist: Schließlich bekommt Ihr dafür nicht nur einen guten (vegetarischen) Burger, sondern auch die geballte Ladung Rock'n'Roll-Feeling. Pro-Tipp: Besonders am Wochenende wird es voll, also reserviert rechtzeitig einen Tisch. 

Anne Beny, Redakteurin

Loui & Jules: Besonderer Burger im Brioche-Brötchen

Burger sind in aller Munde und das Angebot wächst. Da gilt es sich die besonderen Leckerbissen herauszupicken. Dazu zählt eindeutig „Jules Brioche Burger“ bei Loui & Jules im Viertel. Nicht die neuere, gleichnamige Grillboutique nebenan sondern das ursprüngliche Restaurant Vor dem Steintor 139. Unter dem Motto „La Cultura Italoamericanofranco“ versteht man hier etwas vom Fach und beschränkt sich ohne verwirrend große Auswahl aufs Wesentliche. Angepriesen wird der Burger als feinstes Black Angus Beef mit Antipastigemüse, Coratinamayonnaise und gebratenem Pancetta im köstlichen Riesenbrioche-Brötchen. Empfehlung dazu: hausgemachte Rosmarinkartoffeln. Und wie es klingt, – so viel sei vorweg genommen – schmeckt es dann auch: erlesen und köstlich.

Am frühen Abend eines Wochentages bekomme ich ohne Reservierung ein schönes Plätzchen am Tisch vor dem Restaurant und schon nach kurzer Zeit meine Bestellung serviert. Drinnen wird in einer offenen Küche in hellen Räumlichkeiten gewerkelt. Das wirkt freundlich, einladend, transparent und familiär, und bedient gleichzeitig den angesagten Cooking-Event-Charakter. Vom rustikal anmutenden Holzmobiliar hat man gute Aussicht auf das bunte Treiben des Viertels und auf das tatsächlich rustikale „Haifischbecken“ gegenüber. Freundlich möchte man zu den dort draußen sitzenden, nachmittäglichen Feierabendbiergenießern herüber grüßen. Ein Ambiente, das man mögen muss. Ich mag es. Und eine perfekte Ergänzung zur vermeintlichen Hipster-Ästhetik von Loui & Jules.

Die Mahlzeit kommt hübsch angerichtet. Scheinbar von Hand abgezählt sind die beiliegenden Rosmarinkartoffeln und etwas trocken, da ohne Soße serviert. Fleisch und Auflage sind dafür saftig, schmackhaft und viel zu schnell verputzt. Zusammengehalten von der zart-süßen Brioche-Brötchen-Klammer entsteht ein nicht alltägliches Burger-Erlebnis. Die Qualität der Zutaten schmecke ich deutlich heraus. Und man ahnt es: Das Vergnügen ist kein Schnäppchen. Burger, Kartoffeln und ein kleines Getränk schlagen mit rund 20 Euro zu Buche. Zum Abschied heißt es „Bis bald.“ Das kann ich nur erwidern.

Joschka Schmitt, Redakteur

Theatro: Der Hamburger spielt in der ersten Liga

Rock & Wurst, Q1, Gatsby und der Brioche Burger aus dem Louis & Jules – ich habe sie alle gehabt und bin ein großer Fan. Aber womöglich kann ich hier mit einer Adresse überraschen, die der Buletten-Freund noch nicht auf dem Zettel hat: Der Hamburger aus dem Theatro (Goetheplatz 1) spielt im Bremer Vergleich definitiv in der ersten Liga. 

Für 14,20 Euro wird neben Grünzeug- und Patata-Bravas-Beilage (gebackene Kartoffeln) saftiges Rindfleisch mit Bacon, Schmorzwiebeln, Käse sowie Salat im leicht knusprigen Sesam-Brötchen serviert. Das Patty ist on Point gebraten und punktet mit deftigem Fleischgeschmack, während der Salat tatsächlich knackfrisch und der Bacon angenehm kross ist. Kurzum: Das Theatro macht für meinen Geschmack alles richtig und hat sich verdientermaßen einen Platz unter den besten Burgern Bremens erbraten. Genug gesagt, geht’s probieren!

Timo Strömer, Leitender Redakteur


Eine Sache noch: Es handelt es sich in diesem Text um subjektive Eindrücke. Ihr habt andere Favoriten? Her damit, nutzt doch einfach die Kommentarfunktion.

Kommentare

Das könnte Dich auch interessieren