Der „Marty ‘85“

Balance-Scooter im nordbuzz-Trendcheck

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Feuer frei: mit dem Scooter geht‘s auch durch die Hitze (nicht nachmachen!).

Ihr habt sie sicher auch schon gesehen: Die feschen Jungs und Mädels, die auf einem futuristisch anmutenden Vehikel durch die Stadt gleiten. Sieht lässig aus, nennt sich Balance-Scooter und und macht neugierig: Wie funktioniert das? Ist das schwierig? Kann ich das auch? Und noch viel wichtiger: Macht das Spaß? nordbuzz hat‘s ausprobiert.

Die Balance-Scooter der Marke etropolis werden in Bremen von der Firma Sig Solar vertrieben. Kurzer Anruf mit der Nachfrage, ob wir eines der Geräte mal testen könnten. „Jepp, geht klar“, eine Stunde später steht das Modell „Marty '85“ bei uns in der Redaktion. Der Name kommt nicht von ungefähr, erinnert das schwebeähnliche Gleiten der Scooter doch stark an das Hoverboard von Marty McFly aus dem Blockbuster „Zurück in die Zukunft“. Erster Eindruck: Sieht aus wie ein kleiner Segway ohne Stange und wiegt eine ganze Menge - nach Herstellerangaben zehn Kilogramm. Den Gleiter kurzerhand im Rucksack zu transportieren, ist demnach keine Option. Egal, rauf auf das Teil, Instruktionen brauche ich nicht – von wegen! Bei meinem ersten Versuch sehe ich aus wie ein unkontrolliert zuckender Techno-Tänzer auf synthetischen Drogen – ich stürze.

Das Fahrvergnügen ist grandios

Neuer Versuch mit mehr Bedacht: Die Kunst ist es, das Gleichgewicht zu halten und per Gewichtsverlagerung nach vorne vorwärts zu kommen. Ich mache Fortschritte, werde sicherer und gleite 20 Minuten später elegant durch die Büroflure. Geht doch! Es macht Spaß, sehr viel sogar – und ich komme mir tätsächlich mehr als lässig vor, wenn ich - an den neugierigen Blicken der Kollegen vorbei – mit blauer Unterbodenbeleuchtung zur Kaffeemaschine schwebe. 

Aber Vorsicht! Die Balance Scooter werden bis zu 15 km/h schnell, klingt zwar nicht gerade nach einer Autobahnfahrt, aber auf dem Brett selbst fühlt sich das überaus zügig an. Als Fortbewegungsmittel im Alltag ist der Gleiter trotzdem nicht geeignet. Das Gefahrenpotenzial ist groß und bei Unebenheiten auf der Straße oder Fußwegen wird es wirklich wackelig. Aber genug des erhobenen Zeigefingers: Das Fahrvergnügen ist grandios und bis zu 20 Kilometer Strecke könnt Ihr mit dem Vehikel zurücklegen, ehe es wieder an die Steckdose muss. Allerdings solltet Ihr leichter als 120 Kilogramm sein, bei mehr Gewicht streikt das Gerät – verständlich.

Sonst noch was? Achja: Den „Marty '85“ von etropolis gibt's für 329 Euro bei Sig Solar. Nicht gerade Kleingeld, dafür kann er aber auch durchs Feuer fahren (nicht nachmachen!).

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