90 Tage Hardcore-Training, ab jetzt...

Brad Pitts Waschbrettbauch, bitte – aber schnell! Ein Selbstversuch

nordbuzz-Redakteur Tobias Picker startet den Selbstversuch: In 90 Tagen zum Waschbrettbauch.

Ich bin mehr so der Durchschnitts-Typ – zugegeben. Ich habe nicht gerade einen durchtrainierten Körper mit stahlhartem Waschbrettbauch. Aber ganz ehrlich: Das hatte Hollywood-Star Christian Bale in „The Machinist“ wahrlich auch nicht, und plötzlich, zack: Batman. Wie geht das? Wie können die Leinwandhelden in so kurzer Zeit zu einem derartigen Adonis werden. Und schaffe ich das auch? Ein Selbstversuch, der eine Weile dauern wird. Die erste Woche ist schon rum. Hier kommt mein Bericht.

Aber sehen wir zunächst mal der Realität ins Auge: Ein Filmstar hat für so eine Körper-Transformation vor allem zwei elementare Dinge: Viel Zeit und noch mehr Geld. Hab' ich beides nicht. Wie schnell schaffe ich es also neben der Arbeit, innerhalb meines ganz normalen Alltags und ganz ohne irgendwelche Präparate, mir trotzdem einen mutmaßlichen Traumkörper anzutrainieren. Wie lang brauche ich, um auszusehen wie etwa Brad Pitt in „Fight Club“?

In 12 Wochen zum Waschbrettbauch? – Jetzt wird es ernst!

Die Antwort kommt von den Jungs vom „Fitness Loft“ in der Bremer Neustadt. Sie nehmen die Herausforderung an und haben schnell einen Zeitraum abgesteckt, in dem ich – bei meiner körperlichen Konstitution – mein Ziel erreichen können sollte: 12 Wochen. Das ist schon mal ein Wort. Bedingung: Tägliches Quäl-Training. Das Spiel ist aus, jetzt wird es ernst. Im Zwei-Tages-Wechsel erscheine ich im „Fitness Loft“ zum Kraft- und zum hochintensiven Intervall-Training auf dem Laufband. Zweite Bedingung: Ein strenger Ernährungsplan. Drei Monate lang. Im Laufe der Zeit werde ich Euch regelmäßig von meinem Training berichten. Und, ja, Vorher-Nachher-Bilder gibt es auch...

Intermittent Fasting – Disziplin ist gefragt

Von einem Tag auf den anderen: Ein radikaler Schnitt. Meine fett-, zucker- und kohlenhydratreiche Ernährung – über die ich mir bisher so viele Gedanken gemacht habe wie über Quantenmechanik – muss zunächst einem periodischen Fasten-Programm weichen. Geschäftsführer und Ernährungs-Coach Denis vom „Fitness Loft“ verordnet mir ein „Intermittent Fasting“. Das soll die Formel sein, mit der ich optimal in den Wettlauf gegen die Zeit einsteigen kann.

High Noon: Frühstück - geht klar!

Prinzip: Alles was ich am Tag essen darf (und das ist zunächst mal gar nicht so viel) nehme ich in einem Zeitraum von acht Stunden zu mir. Danach folgt eine mindestens 16 Stunden lange Fasten-Periode mit nullkommanull Kalorien. Das bedeutet: Wenn ich abends um 20 Uhr mit meinem Abendessen fertig bin, darf ich ab 12 Uhr frühstücken. Drei Eier und 100 Gramm Schinken zum Beispiel. Das soll laut zahlreicher Studien gehörig an den Fettreserven zündeln und Muskeln schneller wieder fit werden lassen. Während der Fasten-Periode erlaubt ist... Wasser... bei Bedarf auch mit Kaffee-Geschmack, aber ohne Milch und in Maßen. Die gute Nachricht: Ich kann soviel ungesüßten Tee trinken, wie ich will. Toll… Die Ernährungs-Phase ist dagegen sogar ganz angenehm, trotz der am Anfang noch geringen Menge an Kalorien. Verboten sind: Alkohol und Getreide wie Weizen sowie Zucker. Heißt: In den nächsten Monaten werde ich zu Partys meine Getränke in Beutelform vorsichtshalber selbst mitbringen. Treffend. Stichwort angenehm: Wir sprechen uns in den nächsten Wochen noch mal… Ich bin ja selbst gespannt, ob mir das auch weiterhin so leicht fallen wird, wie in der ersten Woche.

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Beispiel:

So könnte meine Acht-Stunden-Tagesration aussehen:

- Frühstück: Drei Eier und 100 Gramm gekochter Schinken 

- Mittagessen: 150 Gramm glutenfreie Nudeln und 75 Gramm Rinderhack – eine Freundin stellte sich das neulich bildlich vor – ich beim Metzger: „75 Gramm Rinderhack, bitte“ - „darf's ein bisschen mehr sein?“ - „Nein!“. Sehr schön.

- Abendessen: 100 Gramm Garnelen mit Gemüse

- Vorm Training: Zwei Stück Obst 

- Nach dem Training: Ein Whey-Protein-Shake

Die ersten Trainingstage – Übungen aus der Hölle und lustige Rentner

Langhantelrudern, Beinpresse, Schulter- und Bankdrücken: Fitness-Trainer Rouven hat mir einen lustigen Plan gebastelt, den wir schon am ersten Trainingstag aufgrund meiner schlechten Form wieder umbauen müssen. Übeltäter ist gleich die erste Übung: Kreuzheben. Klingt wie ein christlich passioniertes Training, ist aber in echt total unheilig. Rückenschmerzen. Und da beim „Fitness Loft“ die Gesundheit an erster Stelle steht, wechseln wir stattdessen zu einem kleinen Rückenaufbauprogramm. Alles andere ziehen wir in wenigen aber heftigen Wiederholungen durch. Bis Weihnachten.

Viel Erheiterung gibt es derweil bei meinem ersten Intervall-Training auf dem Laufband. Nicht bei mir, versteht sich. Mich macht das eher fertig, mir graut vor den nächsten Wochen. Die hochmotivierte Rentner-Trainingsgemeinschaft, die neben mir alle Laufbänder besetzt hat, findet meinen Plan indes offenbar ganz schick. Freut mich, wenn ich für Unterhaltung sorgen kann. Und den ulkigen Herren bietet das alles endlich mal wieder eine gute Gelegenheit den einen oder anderen markigen Spruch in den Raum zu stellen. Nachdem Rouven mit erklärt hat, auf wie viel Km/h ich das Laufband für die Sprint-Intervalle beschleunigen muss, gibt mir einer der Männer den sicher nur gut gemeinten Rat, ich sollte doch lieber das Fenster hinter mir öffnen, falls ich nach hinten vom Laufband gefegt werde. Das Laufband beschleunigt, ich renne um mein Leben, höre eine Frau halbherzig flüstern: „Jetzt hebt er gleich ab.“ Das werden witzige Wochen.

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Ob sich in den ersten Wochen schon erste Ergebnisse sehen lassen? Fühle ich mich fitter? Werde ich besser? Bei nordbuzz könnt Ihr es lesen und sehen. Dazu wird es hier nützliche Ernährungs- und Bewegungs-Tipps von den Fachleuten geben. Und auch bei Twitter werde ich Euch unter dem Hashtag #pickerpumpt auf dem Laufenden halten.

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